Archiv | Dezember 2015

Exklusiv: 2016 wird das Jahr der Prinzessinnenreporter

Screen Shot 2015-10-04 at 7.21.36 PMEine Vorschau auf 2016 von Gastprinzessin Stefan Laurin

2015 war das Jahr, in dem die Prinzessinnenreporter den Journalismus vor dem Untergang retteten. Es war knapp, aber es gelang.
2016 wird das Jahr, in dem die Prinzessinnenreporter den Journalismus zu neuen Ufern führen werden.

Februar:
Am 26. Februar wählt die FIFA Prinzessin und Sportexpertin Elke Wittich zur ihrer Präsidentin. Erst ist der Jubel groß, dann kommt die Enttäuschung: Aufgrund mangelnder Vorstrafen wegen Untreue, Betruges und Bestechung erfüllt Prinzessin Wittich nicht die Einstellungsvoraussetzungen für den Job. Elke kündigt ein Enthüllungsbuch über ihre Wahl an und wird der Liebling der Talk Shows.

März:

Totale Sonnenfinsternis am 9. März. Rund um den Indischen Ozeanist die Sonne nicht zu sehen. Focus berichtet, dass einige Wissenschaftler glauben, die Sonne werde dort eventuell nie wieder zu sehen sein. Die Menschen haben Angst, denn Dank der Prinzessinnenreporter haben sie das Vertrauen in die Presse wiedergewonnen. Ramona Ambs und die kleine Oma schieben den Mond beiseite, retten durch diesen überraschenden Coup die Glaubwürdigkeit von Focus und geben den Menschen in Asien die Wärme zurück.

Mai:
Beim 61. Eurovision Song Contest in Stockholm gewinnen – Die Kassierer. Die Nation ist erschüttert, als die lustigen Musikanten erklären, den Preis für Wattenscheid und nicht für Deutschland gewonnen zu haben. Die Prinzessinnenreporter feiern den Erfolg derweil bei Rosé-Sekt backstage mit der Band.


August:

Bei den XXXI. Olympische Sommerspielen in Rio de Janeiro gewinnt Prinzessin Marit die Goldmedaille im Ausdruckstanz. Im Vorfeld hatten die Prinzessinnenreporter dafür gesorgt, das diese Disziplin olympisch wird – Prinzessin Svenna hatte mit Hilfe komplizierter Formeln berechnet, dass die Journalismusrettung gewinnen würde. Und außerdem wollten die Prinzessinnen schon immer mal nach Brasilien.

September: Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus.
Das Ende alle Hoffnungen für die Piraten. Kater Kasimir bekommt einen Napf voller rosa Kaviar, finanziert aus den Leergutbeständen, die in den Räumen der nun ehemaligen Piratenfraktion von begeisterten Lesern geraubt wurden.

November: Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten.
Die Welt ist schockiert als sie am Wahlabend erfährt, dass sowohl hinter Donald Trump als auch hinter Hillary Clinton die ganze Zeit Prinzessin Leo Fischer steckte. Die Aufregung legt sich schnell. Fischer soll im Januar 2917 trotz allem als 45. Präsident der USA vereidigt werden.

Dezember: Für die Prinzessinnenreporter geht ein weiteres erfolgreiches Jahr zu Ende. Gekrönt wird es am 19. Dezember – pünktlich zum 200. Geburtstag des österreichischen Konditors Franz Sacher wird die Sachertorte in Prinzessinnenreportertorte umbenannt und künftig mit rosa Glasur hergestellt.

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Dieser Eintrag wurde am 30. Dezember 2015 veröffentlicht. 6 Kommentare

2015 – ein Resümee in Rosa

w5Das Jahr geht zu Ende – Zeit für eine weiteren royalen Rückblick! Schließlich haben die Prinzessinnenreporter – was die journalistische Zeitrechnung betrifft, bereits jetzt, nach wenigen Monaten – Epoche geschrieben. Nicht nur, dass wir die Journalismusrettung vorantreiben – nein, wir haben inzwischen ein rosarotes Imperium erschaffen, das sogar Adorno goutiert hätte. Die ersten Medienberichte über uns fanden sich in der FAZ, es folgten ein Interview mit den Ruhrbaronen, Berichte bei Meedia  und Turi2, Empfehlungen von Heise und Bildblog.

Man hat sofort gemerkt: Hier geht etwas Großes vor sich! Wir waren nicht nur unersetzlich als humoristische Sterbebegleitung für die Krautreporter, sondern auch sehr wichtig für die mentale  und optische Ausbildung einer Qualitätsleserschaft, die würdige Texte in einem rosa Rahmen zu schätzen weiß. Außerdem haben wir das Genre der getanzten Reportage nicht nur begründet (Dank, Prinzessin Marit!), sondern zur Höchstleistung vollendet (nochmals danke an Prinzessin Marit und Hofzeremonienmeister Fitz Tietz) und nebenbei Olympia in Hamburg verhindert. Wir haben Journalisten portraitiert und ihnen ein Gesicht gegeben, wir haben Dekrete erlassen zu wichtigen und aktuellen gesellschaftlichen Debatten und zum Umgang mit Erdbeercroissants und zum korrekten Mixen von Moscow Mules  (special thanks to Princess Elke)! Wir haben Nebensätze gekürt, Lob und Tadel ausgegossen, vor grüßenden Nachbarn gewarnt  (Merci und Grüße an Prinz Leo), Medienvertretern beigebracht, wie man die AFD ignoriert (danke, Prinzessin Svenna!), Übergriffe auf die Lügenpresse dokumentiert (Tapferkeitsmedaille für Prinzessin Elke!) und die Schuhproduktion angekurbelt (merci beauschuh, Prinzessin Ramona!). Außerdem sind wir die einzige Redaktion mit einem Kater als ständiges Redaktionsmitglied, was als wichtiger Beitrag zum Weltfrieden und zum Imagewandel der im Internet völlig vernachlässigten Gattung der Katze anerkannt werden sollte.

Wir danken unserem Hofzeremonienmeister Fritz Tietz, unserem Royal Tech Chief Boris Mayer, unserem Demokratiebeauftragten Benjamin Weissinger, der Kronendesignerin Michaela Lorei sowie unseren Gastautoren Bernhard Torsch, Stefan Laurin, Samael Falkner und allen Qualitätsuntertanen.

Auf ein royales 2016, Platz da für die Prinzessinnenreporter!

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Royal Season Greetings

PlönmondZu Weihnachten macht die Stadt Plön den Prinzessinnenreportern ein besonderes Geschenk: Die Plöner Prinzeninsel wurde pünktlich zum Fest in Prinzessinneninsel umbenannt.

wegen der krone

Wegen der Krone, die Prinzessin Marit unter der Mütze trägt, ist leider der komplette Schriftzug verdeckt.

Gaststätten wie Seeprinzessin zogen nach.  (Fotos. M. Hofmann/R. Martens)

Gaststätten wie Seeprinzessin zogen nach. (Fotos. M. Hofmann/R. Martens)

Die Prinzessinnenreporter wünschen allen Untertanen und Qualitätslesern rosarote Weihnachten.

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Dieser Eintrag wurde am 23. Dezember 2015 veröffentlicht. Ein Kommentar

Der royale Journalistenfragebogen der Prinzessinnenreporter (38)

Träumte davon, seinen Namen über einem Museumsartikel in Bottrop stehen zu haben: David Schraven

Träumte davon, seinen Namen über einem Museumsartikel in Bottrop stehen zu haben: David Schraven

Ausgefüllt von David Schraven

Der Journalist – das unbekannte Wesen. Wir wissen zumindest: Journalisten sind vielbeschäftigte Leute. Dennoch baten wir ausgewählte Exemplare, sich einen Augenblick Zeit zu nehmen und unsere Fragen zu beantworten. Es ist schließlich zu ihrem Besten. Denn um den Online-Journalismus zu retten, brauchen die Prinzessinnenreporter ein paar Daten zur Evaluation. Und wir lassen nun mal auch gern andere für uns arbeiten. Die Prinzessinnenreporter bedanken sich huldvoll bei allen Teilnehmer/innen und veröffentlichen die Antworten in loser Folge.

David Schraven ist Gründer und Leiter des gemeinnützigen Recherche-Büros CORRECT!V.

 

 

 

 
1) Gerüchteweise achten eigentlich nur Journalisten auf die Autorennamen über oder unter einem Text – wann hast Du Dir zum ersten Mal einen Autorennamen gemerkt und warum?

Ich war in der Schule damals. Irgendwann Ende der 70er. Da gab es einen Artikel in der Zeitung über unser Museum in der Stadt. Und da stand ein Name drüber. Und da dachte ich. Kerl, der Mann war da. Wie cool. Der durfte sich das alles ansehen. Und dann drüber schreiben. Großartig. Über ein Museum. Wie cool. Das will ich auch schaffen. Irgendwann will ich auch meinen Namen über einem Museumsartikel in Bottrop stehen haben. Das war der Beginn meiner Leidenschaft fürs Feuilleton. Dummerweise hab ich es aber nicht geschafft, in dem Genre zu reüssieren. Das muss ich im nächsten Leben hinkriegen.

2) Wie lautet Deine Lieblingsschlagzeile?

Wir sind Papst.

3) Dein peinlichstes Erlebnis auf einer Pressekonferenz?

Ein Typ fängt an der Kanzlerin ein Ständchen zu singen. Der peinlichste Moment in der Geschichte des Journalismus. Kann man sich auf YouTube ansehen. Irre. Was der Typ genommen hatte? Keine Ahnung.

4) Wie kann der Journalismus auf keinen Fall gerettet werden?

Durch positivistische und konstruktivistische Berichterstattung.

5) Wenn es einen speziellen Himmel für Journalisten gäbe – auf wen da oben würdest Du Dich freuen?

Hemingway. Garcia Marquez. Vielleicht würde ich eine Chance kriegen und könnte mit ihnen über das Schreiben reden.

6) Und wem auf Erden würdest Du am liebsten den Stift klauen?

Niemanden. Jeder soll machen, was er kann, und danach streben, gut zu werden. Dann schaffen es ein paar.

7) Welchen anderen Beruf hättest Du Dir noch vorstellen können?

Geschichtswissenschaftler oder Schatzsucher oder Archäologe.

8) Dein/e Wunschinterviewpartner/in?

Friedel Neuber – wenn er richtig auspacken würde. Und die Wahrheit sagte und nüchtern wäre.

9) Wie würde eine Zeitung aussehen, bei der Du ganz alleiniger Chefredakteurkönig wärst? Und wie würde sie heißen?

Sie wäre ein Buch. Ein Bookzine. Mit spannenden, überraschenden, experimentellen und waghalsigen Stories. Grafiken. Zeitlos. Lebendig. Hart. Sexy. Titel egal.

10) Wenn Gott Journalist wäre, für welche Zeitung tät sie schreiben?

Weekly World News.

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Der royale Reisetipp: Tunis

Gastprinzessin Stefan Laurin über eine tunesische Hotelbar, die zu den letzten Bastionen gegen die Horden der Finsternis gehört.

Wenn Grüne, Puritaner und Salafisten einen Ort gleichermaßen hassen ist klar, dass es sich um den wunderbarsten Platz auf dieser Erde handeln muss und in der vergangenen Woche hatte ich das Glück, gleich mehrere Abende dort verbringen zu dürfen. Dieser Ort ist eine Hotelbar in Tunis.

Pärchen halten schüchtern Händchen und ganz wagemutige trauen es, sich zu umarmen, was in Tunesien in der Öffentlichkeit sonst eher selten zu sehen ist. Auf den Tischen stehen Aschenbecher und die Luft ist erfüllt mit dem Duft von Zigaretten. Am Tresen zu neben mir sitzt ein Mann und lächelt versonnen vor sich hin, während er ein Bier nach dem anderen trinkt.

Gedämpfte Musik, die Menschen hier sehen gut aus, wählten ihre abendliche Kleidung mit Umsicht und die Stimmung ist gelöst. Es herrscht freundliche Ignoranz, ein „Leben und leben lassen“. Niemand hier hat eine Idee davon, wie der andere zu sein hat und wenn doch, spült er sie mit einem Chivas Regal herunter, was allemal besser ist, als seine Mitmenschen zu belästigen.

All das ist Grünen, Puritanern und Salafisten fremd. Sie hassen diese Orte, auch weil sie nie die ihrigen sein werden. Ein Mann mit Salafistenbart würde hier noch clownesker wirken als bei der Koran-Verteilung in der Fußgängerzone Bad Berleburgs. Die apokalyptische Leidenschaft der grünen Volkserzieher wäre deplatziert, denn die Frage, wann der Kellner den Sekt bringt interessiert mehr als der Zeitpunkt des Weltuntergangs und auch der Sorge um den Platz im Paradies wir weniger Bedeutung beigemessen, als der Frage, ob man es doch noch verhindern kann, die Nacht alleine zu verbringen.

Die dunkle, verrauchte Bar gilt all den autoritären Gestalten, die weder Freude kennen noch anderen Freude gönnen als der Ort des Lasters, den es zu bekämpfen gilt. Alkohol, Zigaretten, ein ergebnisoffener Umgang der Menschen miteinander, das Leben für den Moment und die leidenschaftlicher Verantwortungslosigkeit wollen sie bekämpfen und zusehends gelingt ihnen das in diesen eher finsteren Zeiten ja auch. Aber bei allen Etappensiegen, die den Lebensverlierern vergönnt sind, ist ihr Scheitern am Ende so sicher wie der Aufgang der Sonne am nächsten Morgen. Aller Puritanismus wird an der Leidenschaft der Menschen scheitern.

Wir haben ein Herz für Wirre!  Prinzessinnenreporter

Wir haben ein Herz für Wirre!
Prinzessinnenreporter

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Das große Prinzessinnenreporter-Jahresrückblick-Gedicht

von Benjamin Weissinger

Der Dichter mit jahreszeitlich angemessener Kopfbedeckung.

Der Dichter mit jahreszeitlich angemessener Kopfbedeckung.

Nach Januar
war Februar,
dann März, April und Mai.
Dann Juni, Juli August auch,
als wäre nichts dabei.
Oktober wurd’s, da fehlt doch was,
davor war noch September.
Es wurde kalt und auch sehr nass
im herbstlichen Dezember.
Davor war noch November.

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Feiertagslaune im PR♕HQ

KasixmasZur Zeit ist es sehr ruhig im PrinzessinnenHeadquarter (kurz: PR♕HQ). Die Prinzessinnen gehen diversen Feiertagsaktivitäten nach. Prinzessin Ramona zündet die ganze Zeit Duftkerzchen an, Prinzessin Elke schneidet rosa Papiersterne fürs Fenster aus, die von Prinzessin Svenna dann auf ihre geometrische Form hin wissenschaftlich untersucht werden. Prinzessin Marit übt einen Schneewalzerschritt, Prinz Kasimir spielt mit Glitzerkugeln und Prinz Leo hat sich mit der Plätzchendose im Kaminzimmer verschanzt. Liebeskummer, Weltschmerz oder Schneesehnsucht oder sowas…
Der Hofzeremonienmeister wollte deshalb  gestern Abend im Keller Glühwein für alle holen, ist aber seither nicht mehr aufgetaucht. Kurz: wir sind sehr beschäftigt. Wundert Euch also nicht. Es ist so. Macht halt auch was Weihnachtliches…

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Die Debattenmacher und die Literatur

-Publizisten und ihre neuen potentiellen Wirkungskreise

ein Vorschlag von Prinzessin Ramona-liest-nur-andere-Bücher 
Sloterdijk hat damit angefangen. Er hat grade den kleinen Prinzen von Saint-Exupéry neu übersetzt. Und das ist- finde ich- eine phänomenal gute Idee.Das läuft auch bestimmt gut. Grad jetzt so vor Weihnachten, wenn die Leute nach schönen Geschichten lechzen… Und es ist auf jeden Fall viel besser als alles, was er vorher so publiziert hat. Im Grunde sollte das Schule machen. Mein Vorschlag wäre also:
Jakob Augstein könnte doch einfach mal Hallo Mister Gott, hier spricht Anna neu übersetzen. Das würde ihm bestimmt gefallen, den Leuten auch und er würde damit deutlich weniger Unheil produzieren als sonst so. Die Möwe Jonathan sollte doch auch nochmal neu abgeschrieben werden. Dafür brauchts nichtmal Fremdsprachenkenntnissse und katholisch sein ist auch kein Hinderniss. Matthias Mattusek hat ja jetzt Kapazitäten frei und sehnt sich ja schon länger nach einem freundlichen Wort. Der träumende Delfin wiederum wäre ideal für Harald Martenstein. Er könnte ja noch was dazu schreiben. Quasi ene Erweiterung. Oder Modernisierung. Vielleicht welche Möbel der Delfin bei Ikea nicht kaufen würde... oder so… Jedenfalls könnten sich die Debattenmacher endlich mit schönen Sachen beschäftigen. Das würde ihnen gut tun- und uns auch- und die Rettung des Journalismus wäre ein großes Stück voran gekommen…

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Der royale Journalistenfragebogen der Prinzessinnenreporter (37)

Zieht einem Ewigen Bundespresseball das Nirwana vor: Gerhard Henschel   © Jochen Quast

Zieht einem Ewigen Bundespresseball das Nirwana vor: Gerhard Henschel
© Jochen Quast

Ausgefüllt von Gerhard Henschel

 

Der Journalist – das unbekannte Wesen. Wir wissen zumindest: Journalisten sind vielbeschäftigte Leute. Dennoch baten wir ausgewählte Exemplare, sich einen Augenblick Zeit zu nehmen und unsere Fragen zu beantworten. Es ist schließlich zu ihrem Besten. Denn um den Online-Journalismus zu retten, brauchen die Prinzessinnenreporter ein paar Daten zur Evaluation. Und wir lassen nun mal auch gern andere für uns arbeiten.  Die Prinzessinnenreporter bedanken sich huldvoll bei allen Teilnehmer/innen und veröffentlichen die Antworten in loser Folge.

Gerhard Henschel ist freier Schriftsteller. Veröffentlichungen (Auswahl): „Gossenreport. Betriebsgeheimnisse der Bild-Zeitung“ (Edition Tiamat), „Die Springer-Bibel. Ein Panorama der Mediengeschichte“ (konkret texte), „Menetekel. 3000 Jahre Untergang des Abendlandes“ (Eichborn), „Kindheitsroman“, „Jugendroman“, „Liebesroman“, „Abenteuerroman“, „Bildungsroman“ und, vor kurzem erschienen: „Künstlerroman“ (alle Hoffmann und Campe).

 

 1. Gerüchteweise achten eigentlich nur Journalisten auf die Autorennamen über oder unter einem Text – wann haben Sie sich zum ersten Mal einen Autorennamen gemerkt und warum?

Gemerkt habe ich mir bereits in Kindertagen den Namen des Zeichners der Bildergeschichte „Reinhold das Nashorn“ in der mit den Worten „Kinder haben Sternchen gern – Sternchen ist das Kind vom Stern“ untertitelten Rubrik „Sternchen“ im Stern: Loriot.

2. Wie lautet Ihre Lieblingsschlagzeile?

„Frau hopste auf Auto“ (Jeversches Wochenblatt, August 1989).

3. Ihr peinlichstes Erlebnis auf einer Pressekonferenz?

In Ermangelung eigener Erfahrungen kann ich hier nur mit der ersten Strophe eines Gedichts von Robert Gernhardt aufwarten: „Arschgesichter-Konferenz! / Alle sind erschienen! / Um dem Wohl des Arschgesichts / rückhaltslos zu dienen.“

4. Wie kann der Journalismus auf keinen Fall gerettet werden?

Durch die Absetzung des Kolumnisten Franz Josef Wagner.

5. Wenn es einen speziellen Himmel für Journalisten gäbe – auf wen da oben würden Sie sich freuen?

Das wäre dann ja wohl so etwas wie ein Ewiger Bundespresseball. Ich ziehe das Nirwana vor.

6. Und wem auf Erden würden Sie am liebsten den Stift klauen?

Wenn es so einfach wäre: dem Bild-Verleger Mathias Döpfner, damit er nie wieder schriftlich Partei für die „Kultur“ ergreifen kann.

7. Welchen anderen Beruf hätten Sie sich noch vorstellen können?

Zum Glück erübrigt sich diese Frage, da ich nur nebenberuflich journalistisch tätig bin.

8. Ihr/e Wunschinterviewpartner/in?

Kalle Blomquist.

9. Wie würde eine Zeitung aussehen, bei der Sie ganz alleiniger Chefredakteurkönig wären? Und wie würde sie heißen?

Es gab schon eine Zeitschrift dieser Art, von 1975 bis 1980. Sie erschien einmal monatlich mit einem zwischen 18 und 30 Seiten schwankenden Umfang und hieß Der Monat. Nachrichtenmagazin der Familie Henschel und Verwandtschaft (Auflage: 1).

10. Wenn Gott Journalist wäre, für welche Zeitung tät sie schreiben?
Wenn Gott ein Journalist wäre, würde ich lieber das Universum wechseln, als mir über diese Frage den Kopf zu zerbrechen.

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Dialektik für Doofe

Prinzessinnen sehen sich in ihrem Alltag häufig mit unroyalem Benehmen konfrontiert. In diesem Spot von Fritz Tietz demonstriert Prinzessinnenreporterin Marit Hofmann, wie man sich einem besonders hartnäckigen Benimmtrottel gegenüber (starring: Fritz Tietz) am besten verhält.


Ein Film von Fritz Tietz

Kostüme: Frau Hofmann trägt in diesem Video ein T-Shirt aus der royalen Prinzessinnenkollektion, das auch von Nichtprinzessinnen über
http://www.prinzessinnenreporter.de/r…
zu beziehen ist.

Musik: Suspense Action von Audionautix aus der YouTube Audio Librarary
https://www.youtube.com/watch?v=bTDAZ…

Eine breitcord-produktion für prinzessinnenreporter.de
http://www.prinzessinnenreporter.de

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