Archiv | Oktober 2016

Die den Wolf tanzen

Da sich Prinzessin Marit aus uns unerfindlichen Gründen mit Händen und Ballerinafüßen dagegen wehrt, die Autobiografie Wolf Biermanns zu tanzen, veröffentlichen wir einen Text, in dem unser Zeremonienmeister Fritz Tietz eine ähnliche Idee bereits vor 20 Jahren vorweggenommen hat: 
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 Aus Fritz Tietz: Und drinnen spielt ein Mongoloidenkapellchen. Verlag Weisser Stein, 1995. Illustration: Yvonne Kuschel
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Exklusiv: Zoff bei Rechtsextremisten-Kongress

Screen Shot 2015-10-04 at 7.21.36 PMBeim Kongress der „Verteidiger Europas“ in Linz war die Lügenpresse unerwünscht. Wir waren trotzdem dabei und berichten weltexklusiv von den anregenden Vorträgen und Gesprächen der rechtsintellektuellen Elite.

Von unserem Undercover-Reporter Bernhard „Wladimir“ Torsch

Herbert Kickl: „Wir lassen uns nicht von der Systempresse mundtot machen. Wir sind hier zusammengekommen, um das christlich-jüdische Abendland zu verteidigen. Gegen den Islam und gegen die innere Zersetzung durch die Frankfurter Schule. Die Frankfurter Schule ist eine sehr schlechte Schule. Sie will alle Werte zerstören, die den Menschen Halt geben. Heimat, Identität, Tradition, Komasaufen, Frauenverprügeln – das alles will sie vernichten, die Frankfurter Schule. Die gehört nicht zum Europa, das wir hier verteidigen, das sind Globalisten.“

Maram Susli: „They´re fucking Jews.“

Herbert Kickl: „Please do not say that. My Party is a big fan of Israel and we are not anti-semitic and …“

Maram Susli: „Bet some of you fags are fat, but the Zionists and the Nazis shared the same agenda. I wrote that on the fucking internet for everyone to read, so do not act surprised, faggot.“

Thomas Bachheimer: „Kauft Gold!“

Jürgen Elsässer: „Kriegt euch wieder ein! Heute geht es nicht um Links gegen Rechts. Es geht um Oben gegen Unten. Ich liege gerne oben, Fräulein Susli.“

Mara Susli: „You crypto-zionist pig!“

Thomas Bachheimer: „Kauft Gold!“

Felix Menzel: „Oioioi,. Hier geht´s ja zu wie in der Judenschule. Oder in der Frankfurter Schule hahahaha.“

Nathalie Holzmüller: „Na wenigstens sind alle heterosexuell. Präsident Putin hat gesagt …“

Herbert Kickl: „ICH RUFE ZUR ORDNUNG!“

Mara Susli: „Fuck off, Pig!“

Thomas Bachheimer: „Kauft Gold!“

Eva-Maria Barki: „Die Jobbik würde euch alle erschießen lassen. Jesus war ein Parther aus Ungarn und …“

Philip Stein: „Wieso hat es hier so viele Weiber? Es heißt Burschenschaft, nicht Frauenquotenschaft.“

Roland Hofbauer: „Ich vermute, die Illuminaten haben hier einige Provokateure eingeschleust. Ich würde mir lieber den Schädel in einen Häcksler halten und mir alle Finger einzeln abhacken, als mir das länger anzuhören.“

Thomas Bacheimer: „Kauft Gold!“

Mara Susli: „What´s with the gold, dude? Are you Jewish?“

 

Zu diesem Zeitpunkt wurden wir trotz unserer Tarnung als lebensgroße Putin-Pappfigur enttarnt und mussten den Kongress fluchtartig verlassen.

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Dieser Eintrag wurde am 29. Oktober 2016 veröffentlicht. Ein Kommentar

Werbung für Alex Feuerherdt

Nicht abgerissenes Plakat hinter GlasAm 8. November hält Alex Feuerherdt auf dem essener Campus der Uni Duisburg-Essen seinen beliebten Vortrag „There’s no Business like NGO Business“, in dem es unter anderem über die Zusammenarbeit von Hilfsorganisationen mit Terrorgruppen wie der Hamas in den palästinensischen Gebieten und in Israel geht. Weiterlesen

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Dekret zur Journalismus-Finanzierung

Screen Shot 2015-10-04 at 7.21.36 PMDie einen (Leser) wollen nicht bezahlen, die anderen (Journalisten) wollen bezahlt werden – dem royalen Thinktank der Prinzessinnenreporter ist es nun gelungen, dieses Problem zu lösen.
Ein Nachspür-Dekret von Ja-dann-machen-wir-es-halt-so-Prinzessin Elke Wittich im Namen der Prinzessinnenreporter, der letzten Bastion vor den Horden der Finsternis
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Dieser Eintrag wurde am 26. Oktober 2016 veröffentlicht. 3 Kommentare

Kleine Rechtsberatung

Liebe unverheiratete Qualitätsleserinnen und -leser,

heute wollen wir uns dem Holzkopfmedium „Die Welt“ anschließen und eine kurze Durchsage machen:

Aus der "Welt", 26.9.2016

Aus der „Welt“, 26.9.2016

Euer Testament solltet  Ihr „unbedingt noch zu Lebzeiten“ machen und nicht etwa erst, wenn Ihr schon tot seid. Dann könnte es nämlich zu spät sein.

Nichts zu danken

Prinzessin Marit

 

 

 

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Klasse gegen Klasse 

von Mobilitätsgastprinzessin Simon Ilger

Schon wieder schreibt ein SpOn-Redakteur einen knalltütigen Anti-Bahn-Artikel, schon wieder müssen die Prinzessinnen intervenieren. Dieses Mal ist die Intention wohl, dass das Zeilengeld bei Spiegel Online augenscheinlich nicht so üppig ist wie bei den Prinzessinnenreportern, den Ruhrbaronen oder gar der Jungle World (Danke Mossad!), anders lässt sich nicht erklären, dass bei SpOn der Klassenkampf ausgebrochen ist. Oder sollten die Leute dort tatsächlich unter die Kapitalismuskritiker gegangen sein? Es mutet etwas so an.
Nein, lieber Leser, beruhige Dich, natürlich ruft Spiegel Online nicht zum Sturz des herrschenden Systems auf, aber es propagiert „zivilen Ungehorsam“ – wie sie es nennen – gegen die Unterdrückung der Unterschicht. Also, das was sie als Unterschicht sehen. Sich selbst. Wer Unterschicht ist, muss 2. Klasse im ICE fahren. Potzblitz! Dass so ein 2. Klasse-Ticket von Düsseldorf nach Würzburg ein Viertel des Hartz-4-Regelsatzes kostet und eine ICE-Fahrt für Kapitalismusverlierer überhaupt nicht realistisch ist, hat die SpOn-Redaktion leider nicht ergoogelt.

Aber ganz von vorn: der SpOn-Redakteur an sich ist ja erstmal ein „regelkonformer Bahnkunde“, Zustieg ohne Ticket ist tabu. Zeitung in der 1. Klasse zocken geht aber klar. In your face, Deutsche Bahn! Das trifft den – wie sagt SpOn so schön – „Staatskonzern“ bis ins Mark. Trifft fast so gut wie die Analyse von Herrn Kramer: Klassenteilung schafft Unterdrückung. Nein! Doch! Oh!
Die Bahn als Repräsentant dieses Staats, quasi als personifizierter Staat soll doch bitte das Klassendenken, die Unterteilung der Fahrgäste nach Besitzverhältnissen unterlassen, schließlich sei Mobilität staatlich garantierte Daseinsfürsorge. Der kapitalistische Staat sorgt ja schließlich auch für Gleichheit, da muss sein Bahnkonzern doch mitziehen. Was? Mitten im Kapitalismus gibt es Klassen, und der – neben der Bahn – zweite Schuldige, die „Entscheider in Schlips und Anzug“ hat sogar ein Klassenbewusstsein und Geltungsdrang? Hey, Spiegel Online, glaubst Du wirklich, dass die Probleme der Gesellschaft in Abschaffung der 1. Klasse im ICE liegen? Ich befürchte ja!

Vielleicht weil Du nicht zu den Opfern des Kapitalismus zählst und einfach mal einen Blick aus Deiner Klasse wagen solltest. Dir ein 2. Klasse-Ticket für den ICE leisten zu können, ist ein Privileg. Dir den Waggon mit dem eierlikörtrinkenden Damenkegelclub teilen zu dürfen, ist ein Privileg, Zeitungen in der 1. Klasse klauen zu können, ist ein Privileg. Denk da demnächst mal drüber nach, anstatt alberne Artikel zu schrieben. Ich für meinen Teil werde nächstes Mal wieder 1. Klasse fahren, nachher sitzt noch so ein unterdrückter SpOn-Redakteur neben mir, und das kann nun wirklich niemand wollen. Vorher reiße ich aber noch alle Witze-Seiten aus den ausliegenden Zeitungen.

Entscheider mit Schlips und Anzug in ihrer natürlichen Umgebung - der 1. Klasse im ICE. Weit weg von Pöbel. (Foto: Simon Ilger)

Entscheider mit Schlips und Anzug in ihrer natürlichen Umgebung – der 1. Klasse im ICE. Weit weg vom Pöbel. (Foto: Simon Ilger)

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Nebensatz der Woche: Frauen und Technik

Mit dem Nebensatz-der-Woche-Award würdigen wir heute den in den mathematisch interessierten Kreisen der Redaktion ohnehin hochgeschätzten James Grime, der im Chalkdust Magazine wiederum Hollywoodstar Hedy Lamarr für ihre weniger bekannten Verdienste um die Entwicklung der Funktechnik mit u.a. folgenden Worten würdigt:

Screenshot anklicken für bessere Lesbarkeit

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Design by Boris Mayer

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Die Große Distanz : Elektroschrott

Foto: #WOCinTech unter CC

Foto: #WOCinTech unter CC

Jedes Jahr, etwa um die Zeit herum, da Apple seine neuen Produkte vorstellt, besinnt sich ganz Deutschland auf das Verfallsdatum seiner Elektrogeräte. Ganz Deutschland? Nein, ein Bullshitbeauftragter regt sich auf. Samael Falkner über (un)geplante Neuanschaffungen und das Internet of Shit.

Früher haben Geräte zehn bis zweihundert Jahre lang gehalten. Das ist ausnahmsweise keine Übertreibung, sondern ein Fakt. Sehr zur Überraschung ihres Erfinders Robert Walker, der sie für einen Fehlversuch hielt, klingelt die Oxford Electric Bell seit 1840. Nun ist das Klingeln heute nicht mehr allzu laut hörbar, treibt dafür auch bereits die zehnte Generation von Museumswächtern in den Wahnsinn. Zehn Milliarden Mal hat sie bisher geklingelt. Mein exakt zwei Jahre altes Smartphone hingegen klingelte vor einem Monat zum letzten Mal.

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