Die rosarote Presseschau (13)

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.

 

 

„Auf allen Ebenen, mit allen Mitteln“ ist eine bewährte antifaschistische Devise. Die eher argumentative Variante wählte zum Beispiel eine junge Ingelheimerin beim Protest gegen einen AfD-Werbestand:

 

Unseretwegen dürfen sich die Rechten aber auch gerne untereinander bekämpfen, wie es gerade AfD-Chefin Petry vormacht, die das inoffizielle AfD-Werbeblatt „Compact“ verklagt. Oder sich selbst ins Abseits katapultieren wie der bisherige „Breitbart“-Posterboy Milo Yiannopoulos, der über seine Äußerungen zum Thema Sex mit Minderjährigen gestolpert ist. Oder sich gegenüber einem Headhunter alias unserem Zeremonienmeister Fritz Tietz um Kopf und Kragen reden wie Breitbart-Anwärter Matthias Matussek.

Angesichts einer Welle von antisemitischen Taten in den USA wächst auch die Solidarität. Nach der Verwüstung eines jüdischen Friedhofs in St. Louis haben zwei Muslime mit einer Crowdfunding-Kampagne 20.000 Dollar für die Restaurierung gesammelt; in Dallas verschickte eine muslimische Gemeinde Solidaritätsbekundungen an rund 40 jüdische Einrichtungen.

Die Ehe für alle rettet Leben: Wie aus einer Studie hervorgeht, unternehmen weniger US-Teenager Suizidversuche, wenn in ihrem Bundesstaat die gleichgeschlechtliche Ehe zugelassen ist; besonders deutlich ist der Rückgang unter Angehörigen sexueller Minderheiten.

In einer Stadt mit dem schönen Namen Parachute soll der erste Drive-Through-Coffeeshop des US-Staats Colorado eröffnen. Die Kunden müssen über 21 sein und warten mit dem Konsum hoffentlich, bis sie wieder zuhause sind.

Der Autoverkehr in deutschen Städten geht zurück. Sogar im nicht gerade fahrradfreundlichen Hamburg sind trotz wachsender Einwohnerzahl immer weniger Menschen mit dem Auto unterwegs und nutzen lieber das Rad oder den öffentlichen Nahverkehr.

Astronomen haben ein dicken Fang gemacht: Sie fanden gleich sieben Gesteinsplaneten, die den kleinen rötlichen Stern Trappist-1 umkreisen und möglicherweise sogar lebensfreundliche Bedingungen bieten. Wir hoffen für die potentiellen Bewohner, daß die Zustände bei ihnen nicht ZU erdähnlich sind.

Ebenfalls in unendlichen Weiten, in diesem Fall allerdings denen des Ozeans, ist es Forschern gelungen, eine Qualle zu filmen, die aussieht, als habe die Evolution zu viele Sci-Fi-Filme oder zu viel LSD konsumiert.

 

Auch wir wollen uns den saisonalen Feierlichkeiten in Teilen unseres Hoheitsgebiets nicht völlig verweigern, wir sind schließlich aufgeschlossen gegenüber fremden Kulturen.

 

Und für die Prokrastinationspause zwischendurch gibt es dieses kleine Tool, das aus Zeichnungen Katzenbilder – oder zumindest sowas Ähnliches – macht.

 

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