Die rosarote Presseschau (5)

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.

 

 

In New York sammelt ein schwuler Doppelgänger des designierten US-Vizepräsidenten Spenden für LGBT-Projekte und Familienplanung. „Mike Hot-Pence“ (im bürgerlichen Leben Glenn Pannell) wolle seine Ähnlichkeit mit dem künftigen US-Vize nutzen, um Geld zu sammeln und Bewußstein zu schaffen, erklärte er gegenüber der „Huffington Post“: „Ist die Vorstellung nicht wunderbar, sich eine andere Realität vorzustellen, in der es einen Mike Pence gibt, der sich für die Gesundheit von Frauen und LGBT-Rechte einsetzt?“

Unbekannterorts wurde folgender Versuch einer rassistischen Rede samt Gegenrede
dokumentiert.

https://twitter.com/paigebrittany/status/809563991315980289

 

Die Bank für Sozialwirtschaft hat dem Vorstand des antiisraelischen Vereins „Jüdische Stimme e.V.“ das Konto gekündigt. Grund sei die Unterstützung des Vereins für die gegen Israel gerichtete Kampagne „Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“ (BDS), deren Positionen „weit über den Rahmen des üblichen demokratischen Diskurses“ hinausgingen, so das Geldinstitut in einer Erklärung. Mehr über den dubiosen Verein ist übrigens in diesem Artikel der Jüdischen Allgemeinen zu erfahren.

Weil geeignete Wohnmöglichkeiten für Flüchtlinge in den Niederlanden rar sind, wurden Bewohner eines friesischen Dorfs selbst aktiv und kauften kurzerhand ein Haus für eine syrische Familie: Ein Drittel des Geldes kam von der Kirche, der Rest von Privatpersonen. Eine Anti-Stimmung habe es abgesehen von ein paar Facebook-Kommentaren nicht gegeben, berichten Dorfbewohner. Die Neuankömmlinge sind, nachdem sie zunächst zu früh aus dem Bus gestiegen waren und mehrere Kilometer Nordseewetter zu Fuß hinter sich bringen mußten, inzwischen wohlbehalten im neuen Zuhause angekommen.

Viel Gutes gibt es diese Woche aus der Welt der Meeresbewohner zu berichten: Albatros „Wisdom“ wird mit (mindestens) 66 Jahren erneut Mutter, derzeit brütet sie auf dem 41. Ei ihres Lebens. Auf Helgoland erreicht der Kegelrobbenbestand ein neues Rekordhoch, und das antarktische Rossmeer wird zum größten Meeresschutzgebiet der Welt.

Ein Interview ist zwar keine Nachricht im engeren Sinne, wir empfehlen dennoch gerne dieses Gespräch mit Almog Cohen. Der Fußballprofi vom FC Ingolstadt und israelische Nationalspieler spricht über sein Leben in Deutschland, Erfahrungen mit – und ohne – Antisemitismus und Bundesligaspiele an Schabbat.

Gutes, gar komisches Fernsehen aus Deutschland ist eine kostbare Rarität, und wir freuen uns, daß der NDR das mediale Schatzkästchen mit drei frischen Folgen seines „Tatortreinigers“ auffüllt. Die erste neue Folge „Sind Sie sicher?“ ist (noch, vermutlich bis kommenden Mittwoch KORREKTUR: bis 13. Januar) online zu finden, die beiden weiteren werden am 21. Dezember um 22:00 und 22:30 Uhr gesendet.

Die Redaktion der Rosaroten Presseschau verabschiedet sich hiermit in die Jahresendfeierlichkeiten und wird 2017 wieder mit dem nötigen Nachschub an guten Nachrichten zur Stelle sein. Bis dahin wünschen wir unseren Qualitätslesern frohe Feiertage, unseren Nichtqualitätslesern geben wir Folgendes auf den Weg.

https://twitter.com/AwardsDarwin/status/806637580284526592

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