Erklärung der Werteinitiative zum „Kölner Karlspreises für engagierte Literatur“

Die Werteinitiative ist eine Initiative deutscher Juden, nachfolgend dokumentieren wir ihre Erklärung zur Verleihung des „Kölner Karlspreises“ an Ken Jebsen:

Ernüchtert haben wir zur Kenntnis genommen, dass die für den 14.12.2017 geplante Verleihung des sog. „Kölner Karlspreises für engagierte Literatur“ des Internetportals „Neue Rheinische Zeitung“ (NRhZ) an Herrn Moustafa Kashefi (alias Ken Jebsen) offenbar wie geplant stattfinden kann.

Das Amtsgericht Berlin-Mitte befand die Kündigungsgründe, die das Berliner Babylon Kino vorgebracht hat, als unbegründet und wies diese zurück. Die dubiose Preisverleihung an einen von Deutschlands führenden Verschwörungstheoretikern und Israelhassern, Herrn Moustafa Kashefi, kann demnach wohl wie geplant stattfinden.

Die WerteInitiative verurteilt diese Preisverleihung auf deutlich! Es kann nicht sein, dass Freiheitsrechte denen Raum geben, die Zwietracht in unserer Gesellschaft säen. An der Veranstaltung nimmt auch die immer wieder wegen ihrer massiven Israel-Feindlichkeit in der Kritik stehende, Frau Evelyn Hecht-Galinski, teil.

Die WerteInitiative bedauert das Urteil des AG Berlin-Mitte. In einer Zeit, wo Argumentationen wie die des Herrn Kashefi ganze Bevölkerungsteile in ihren antisemitischen Verschwörungstheorien bestärken, hätten wir uns hier eine klare Grenze gewünscht.

Unser Dank gilt Herrn Senator Dr. Klaus Lederer und Herrn Staatssekretär Torsten Wöhlert, für Ihr Engagement gegen diese unsägliche Veranstaltung.

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Dieser Beitrag wurde am 12. Dezember 2017 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 1 Kommentar

Ein Gedanke zu „Erklärung der Werteinitiative zum „Kölner Karlspreises für engagierte Literatur“

  1. Na das ist doch mal ein Statement …

    … langsam und zum Mitschreiben: das Amtsgericht hat auf Vertragstreue geurteilt.

    Das war kein Urteil für oder gegen Ken Jebsen, der war gar nicht Gegenstand des Verfahrens.

    Der Lederer (leider in der Partei „Die Linke“) darf gern gegen die Preisverleihung sein, aber wenn er wegen öffentlich-rechtlicher Förderung irgendwelches Mitspracherecht halluziniert, dann hat er eben eine Meise.

    Eher unzufrieden mit eurem Beitrag:

    Prinzessin Wolf-Dieter (mit leichtem Bartwuchs)

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