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Abgehängt in Herne: die Butterdose

Bild: Wochenendflohmarkt in Herne / Sebastian Bartoschek unterwegs

Drei Frauen, eine Butterdose und ein Graben zwischen den Grabbeltischen. Shoppingprinzessin Sebastian Bartoschek war am Wochenende unter Menschen.

Mit dem einfachen Volk reden, ihre Sprache sprechen, ihre Sorgen und Ängste Ernst nehmen. Nichts in den letzten Monaten so hoch im Kurs, wie eben jene Forderung. So soll es wieder etwas werden, mit dem respektvollen Miteinander in der Gesellschaft. Und „wieder“ bedeutet „erstmals“ – aber das will wieder niemand hören. Und so überbieten sich dann Politiker, Journalisten und Soziologen, so wie die wechselseitigen Schnittmengen, darin, dem Volk aufs Maul zu schauen. Soll man hier doch lernen, was wirklich zählt, welche argumentativen Winkelzüge es zu berücksichtigen gilt, und wieso eine strikte direkte Demokratie vielleicht gar nicht so schlimm ist.

In dieser Mission stürzte ich mich denn heute auf einen Floh- und Trödelmarkt in Herne, wobei ein Kollateralziel war, meinem älteren Sohn die Freuden des kapitalistischen Feilschens nahe zu bringen. Doch fokussieren wir auf das Primärziel: die Abgehängten und Prekären in Herne aus nächster Nähe zu beobachten.

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