Das Nachrufe auf tote Musiker-Dekret

Rosa ist hier nur die Krone!Purple Rain. Jeder, aber auch wirklich jeder Bericht über den Tod von Prince wird mit „Purple Rain“ untermalt – weil klar, der Mann hat im Prinzip in seinem Leben ja auch nix anderes gemacht als Purple Rain zu komponieren. Na gut, und 1999.

Daher ergeht nun folgendes Dekret, an das sich Fernseh- und Hörfunk-Journalisten ab sofort zu halten haben:

1.
Verstorbene Musiker auf ihr (bekanntestes oder einziges) Hitstück zu reduzieren, ist sehr ungehörig.
2. Lebende Musiker auch. Sie könnten dadurch sehr traurig werden und vorzeitig sterben, was in den Redaktionen nur Arbeit macht.
3. Und außerdem ist es sehr rücksichtslos gegenüber den Zuhörern und Zuschauern.
4. Sie haben nämlich – durchschnittlichen Medienkonsum vorausgesetzt – seit Bekanntwerden der Nachricht vom Tode des TAFKAP bisher rund 85 mal Purple Rain gehört, zu Beginn Eurer Meldungen und am Ende, und zwischendurch auch noch. Und ungefähr 19 mal 1999.
5. Es reicht jetzt. Wirklich.
6. Spielt andere Prince-Stücke. Danke
7. Wenn Ihr keine anderen Prince-Stücke kennt, dann braucht Ihr auch keine Nachrufe zu senden.

Mit noch freundlichen Grüßen,
Elke Wittich für die Prinzessinnenreporter

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Dieser Beitrag wurde am 22. April 2016 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 8 Kommentare

8 Gedanken zu „Das Nachrufe auf tote Musiker-Dekret

  1. Finde ich doof. Albern. Warum denn nicht. Alle Nachrufe, die ich gelesen habe, fangen mit purple Rain an, erzählen dann aber viele andere interessante Dinge. So ein Unsinn. Sorry. Das stimmt so einfach nicht.

    • Da liegt wohl ein Missverständnis vor: Es geht im Dekret ausdrücklich um die in den Nachrufen im Fernsehen und Rundfunk verwendeten Musikstücke und nicht um die Nekrologe in Printmedien.

  2. Herzmerci für dieses Dekret! – Es sollte allerdings um den Befehl ergänzt werden, nicht irgendwelche erstunkenen Gerüchte über Todesursachen von halbkriminellen Websites abzuschreiben. Bei Zuwiderhandlung wird dem Schreiber das Musikhören verboten sowie ein digitaler Pranger verordnet.

  3. Na gut dann nehm ich das zurück. Danke.

    Ich meinte nur die Artikel, ich hab alle gelesen die ich finden konnte, und viele waren echt richtig gut. Muss man der Lügenpresse ja auch mal lassen, deswegen.

    • Gute Artikel kannst Du uns übrigens immer gern zeigen, vor allem wenn sie schöne Nebensätze enthalten, die wir auszeichnen könnten.

  4. Pingback: you sexy motherf#cker! – quixiot

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