Archiv | März 2019

Statt Presseschau

Eigentlich hätte diese Woche eine neue Presseschau erscheinen sollen, aber angesichts des Nazi-Terrors in Christchurch ist uns nicht besonders rosarot zumute. Zwei Beispiele für Anstand und Courage möchten wir unseren Qualitätslesern aber nicht vorenthalten.

Großer Dank geht zum einen – wer hätte das gedacht – an die sonst auch nicht immer anständige Hamburger Morgenpost.

 

Und dann war da noch Will „Eggboy“ Connolly: Der 17jährige Australier hatte eine treffende Antwort auf die Absonderungen des Rechtsaußen-Politikers Fraser Anning, der die muslimische Einwanderung als Ursache des Terrors bezeichnete. Auf einem Spendenkonto für die zu erwartenden Gerichtskosten waren nach einem Tag bereits 30.000 Dollar für den Teenager zusammengekommen.

 
 

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Holy Shit Shopping

Lord Harald Darlington Stazol

Die Grenze von Mode und Religion ist seltsam durchlässig geworden.

Von unserem royalen Modeexperten Harald Nicolas Stazol

Mit diesem Schuljungen kann man jetzt schon ein wenig Mitleid haben, der da im Pelzmäntelchen von Gucci über den Hof wandeln muß, zur großen Pause. Und zur Freude seiner Mitschüler. Die bestimmt ganz ruhig bleiben werden, und sich nichts anmerken lassen. Während sie ihn lautstark auslachen. Weiterlesen

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Mit dem Taxi nach Havanna

Martin Krauß, royaler Korrespondent

In den aktuellen Debatten um seriösen Journalismus wird zuwenig über die Rolle der Redaktionen gesprochen.

Von dem royalen Sportreporter und Medienbeobachter Martin Krauß (Kreuzberg / Havanna)

Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich das veröffentlichen soll, aber der Taxifahrer, der mich vom Supermarkt, wo ich gerade einen Liter fettarme Milch gekauft hatte, nach Hause fuhr, ermunterte mich mit seiner burschikosen Art, die ja so viele Berliner Droschkenkutscher auszeichnet. Weiterlesen

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Dieser Eintrag wurde am 7. März 2019 veröffentlicht. 8 Kommentare

Origin Story einer Superheldin

Eine Filmkritik von „Die Berufung“ (Kinostart am 7. März) über Ruth Bader Ginsburg. Von Robert Herr

„Die Berufung“ startet mit dem Harvard-Song „Ten Thousand Men of Harvard“, zu dessen Klängen tatsächlich gefühlt 10.000 Männer zu Beginn des Semesters auf den Campus der Universität marschieren. Einziger Farbtupfer, der aus dem Einheitsbrei von adrett frisierten jungen Burschen heraussticht, ist das blaue Kleid der von Felicity Jones gespielten jungen Ruth Bader Ginsburg, die Ende der 50er Jahre nur eine von neun Frauen ist, die in Harvard das Studium der Rechtswissenschaft beginnen. Weiterlesen

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Die rosarote Presseschau (76)

design by marax

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.
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Bis zum bitteren Ende

Lord Harald Nicolas Stazol über die Dynamik des Verlassens und Verlassenwerdens
Neunundachtzig Sonette lang wartet William Shakespeare mit seinem Angsttrauma, erklärt vorher unverbrüchliche, ewige Liebe und gibt den Paaren kommender Jahrhunderte bis heute romantisch-schönes Gesäusel in die Hand: den vielleicht vollendetsten Gedichtzyklus des Abendlandes.

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