Archiv | Mai 2018

Der royale Journalistenfragebogen der Prinzessinnenreporter (49)

Für mehr Stil im Journalismus: Der letzte Dandy Harald Nicolas Stazol

Der Journalist – das unbekannte Wesen. Wir wissen zumindest: Journalisten sind vielbeschäftigte Leute. Dennoch baten wir ausgewählte Exemplare, sich einen Augenblick Zeit zu nehmen und unsere Fragen zu beantworten. Es ist schließlich zu ihrem Besten. Denn um den Online-Journalismus zu retten, brauchen die Prinzessinnenreporter ein paar Daten zur Evaluation. Und wir lassen nun mal auch gern andere für uns arbeiten.
Die Prinzessinnenreporter bedanken sich huldvoll bei allen Teilnehmer/innen und veröffentlichen die Antworten in loser Folge.

Heute ausgefüllt von: Harald Nicolas Stazol, „Deutschlands letzter Dandy“ („GQ“), Kultur- und Modereporter u.a. für den Stern,  heute konkret-und Buchautor

 


1) Gerüchteweise achten eigentlich nur Journalisten auf die Autorennamen über oder unter einem Text – wann haben Sie sich zum ersten Mal einen Autorennamen gemerkt und warum?

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Die rosarote Presseschau (64)

design by marax

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.
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Eine schrecklich nette Familie

A letter to the Royals

Was sich unser Königshaus-Intimus Bernhard Torsch von Meghan Markle erhofft

Meghan Markle heiratet kommenden Samstag Prinz Harry. Das ist sehr gut, weil Frau Markle Theaterwissenschaften und internationale Beziehungen studiert hat, zwei sehr nützliche Studien für ihr künftiges Leben. Weiterlesen

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Royale Obsthuldigung (Folge 9): Die Birne – Frucht der Zivilisation

by Royal Art Directorin Michaela Lorei

Von Ruhr- und Fruchtbaron Robert Herr 

ἔνθα δὲ δένδρεα μακρὰ πεφύκασι τηλεθόωντα, ὄγχναι καὶ ῥοιαὶ καὶ μηλέαι ἀγλαόκαρποι συκέαι τε γλυκεραὶ καὶ ἐλαῖαι τηλεθόωσαι. τάων οὔ ποτε καρπὸς ἀπόλλυται οὐδ᾽ ἀπολείπει χείματος οὐδὲ θέρευς, ἐπετήσιος: ἀλλὰ μάλ᾽ αἰεὶ Ζεφυρίη πνείουσα τὰ μὲν φύει, ἄλλα δὲ πέσσει.

„Darin wachsen Bäume, groß und üppig, Birnen und Granatäpfel und Apfelbäume mit ihren strahlenden Früchten und süße Feigen und reiche Oliven. Keine dieser Früchte verschwindet oder verdirbt im Winter oder im Sommer, sondern hält das ganze Jahr hindurch; und immer erweckt der wehende Westwind die einen zum Leben, während er die anderen reifen lässt.“

So spricht Homer in der 2800 Jahre alten Odyssee über die Birne, eine Frucht, die uns schon seit prähistorischen Zeiten begleitet. Im ältesten erhaltenen lateinischen Prosawerk De agri cultura (Über die Landwirtschaft) schwärmt der passionierte Politiker und Landwirt Cato der Ältere über die Vielseitigkeit der Birne und ihrer Einsatzmöglichkeiten, von der gewöhnlichen Birne, der anicianischen Frostbirne (die er besonders in Glühwein empfiehlt), der tarentinischen Birne, der Mostbirne, der Kürbisbirne und vielen weiteren Möglichkeiten.

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Dieser Eintrag wurde am 16. Mai 2018 veröffentlicht. 1 Kommentar

Royale Obsthuldigung (Folge 8): Drachenfrucht

Redakteur mit einem Korb Pitayas außerhalb der Saison

Von Drachenbändiger Samael Falkner

Die Drachenfrucht heißt Drachenfrucht, weil niemand Genaueres über sie weiß. Wie wächst sie, wo kommt sie her, welche Ziele hat sie im Leben, warum erreicht sie sie nicht usw. Akademiker nennen sie auch Pitahaya, eine Wortkombination aus Alexander Marcus Hit “Papaya” und Pita, dem leckeren Fladenbrot. Dem ganzen Namensaufwand nach erwartet man natürlich eine bombastische Frucht, ein Obst der Spitzenklasse, und was soll ich sagen, die Drachenfrucht hält Wort. Weiterlesen

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Dieser Eintrag wurde am 15. Mai 2018 veröffentlicht. 1 Kommentar

Royale Obsthuldigung (Folge 7): Kumquats

by Royal Art Directorin Michaela Lorei

Von Es-war-schon-immer-etwas-teurer-einen-besonderen-Geschmack-zu-haben-Prinzessin Benjamin Weissinger

Als Gourmetexperte der Prinzessinnenreporter kann ich die Kumquats gleich in mehrfacher Hinsicht empfehlen. Zum einen sind sie außerordentlich lecker. Ich habe sie auch schon als die Geschmackskokons der Natur bezeichnet. Die essbare Schale, süß wie Honigbrot, dabei aber auch leicht bitter und voller Genuss. Das Innere, angenehm sauer, aber nicht zu sehr wie etwa bei einigen abwegigen „Center Shock“-Sorten. 

Zum anderen stellt man mit der Wahl der kleinen, aber großartigen Obstfrucht seine Kennerschaft unter Beweis. Fragen Sie ruhig die Bediensteten, die für das Frühstücksbuffet Ihres Hotels verantwortlich sind: „Keine Kumquats?“ Und wenn das verneint wird, leicht die Augen rollen und halb enttäuscht, halb spöttisch so etwas wie „oha“ oder „ohjee“ sagen. Wenn Kumquats da sind und Ihnen angeboten werden: umso besser, dann zuschlagen.

Auch wenn der Abend kommt und man zum gemütlichen Teil übergeht, sind Kumquats der Begleiter der Wahl. Während sich manche mit übersüßen Cocktailkirschen oder der zwanghaft überbewerteten Limette zum Affen machen, wählen Sie den sehr guten Drink „Bombay Crushed“, was soviel heißt wie „Bombay kaputt“. Leicht zerdrückte Kumquats, guten(!) Gin, Eis, dieses und jenes: und Sie sind der Stil- und Geschmacksgewinner in jeder Bar dieser Welt.

Abschießend ist noch zu sagen, dass Kumquats auch als Heilobst die allerbesten Noten bekommen. Es hilft gegen praktisch alles. Ob Kopfschmerzen, Ischias oder Sprunggelenk: mit Kumquats sind Sie bereits auf dem Wege der Besserung. Senkt den Blutdruck ebenso, wie es ihn in die Höhe treibt, ganz wie sie wollen. Auch auf amourösem Gebiet soll der kleine Tausendsassa Wunder wirken. Ich persönlich brauche sowas nicht, aber das muss jeder selbst wissen.

 

Bis zur Umsetzung unseres Journalismusfinanzierungsdekrets kann unsere Arbeit mittels eines einfachen Klicks auf den „Spenden“-Knopf gleich oben rechts unterstützt werden. Oder mit einem Einkauf in unserem Shop.

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Vorbild Mutter

Auf angeblich todsicher haltendem Eis: Tochter und Mutter auf dem Teich von Bauer Kruse

Der etwas andere Text zum Muttertag.

Von Prinzessinnenreporterin Marit Hofmann

Ein Kind braucht schlechten Einfluss. Einen Freund, der nach landläufigen Kriterien in die Kategorie „kein Umgang für dich“ fällt, weil er es ins reizvolle Reich des Verbotenen einführt. Nur ich brauchte einen solchen Freund nicht. Ich hatte schließlich meine Mutter. Weiterlesen

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Dieser Eintrag wurde am 13. Mai 2018 veröffentlicht. 1 Kommentar

Lifehack: Passwörter für den Büro-Computer

dav

Von Cube-Prinzessin Robert Friedrich von Cube
Für Ihren Büro-PC sollten Sie ein möglichst unverbindliches Passwort wählen, denn bei ca. jedem zehnten Neustart gibt man versehentlich sein Passwort ins Benutzernamen-Feld ein und bei ca. jedem hundertsten Mal schaut einem dabei ein Kollege über die Schulter. Wenn man dann „Pimmelbimmel77“ oder „KollegenFickSchwanzMeier“ geschrieben hat, ist das Trara wieder groß.

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Dan Kehlmann: Tyll – Origin

Flickr / Internet Archive Book Images

Wenn ein Gaukler und Anglistik-Professor loszieht, um den Menschen einen Spiegel vorzuhalten, Enten im Winter im Park zu betrachten, spanische Gemälde zu erklären und eine Skizze der jeweiligen Gegenwart abzuliefern, dann kann das nur eines bedeuten: Dan Kehlmanns „Tyll – Origin“ wird rezensiert. Samt Spoilern und nicht enthaltenen Storylines.

Von Sebastian Bartoschek (in einer Doppelrolle als Bücherprinz)

 

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