Archiv | Juli 2018

Sensation: Jan Fleischhauer mit Journalistenpreis der Prinzessinnenreporter ausgezeichnet

Eine Laudatio von unserem royalen Juror Bernhard Torsch

Lieber Jan Fleischhauer,

die Szene der deutschen Journalismuspreisverleiher und Kolumnisten-mit-Medaillen-Behänger war bislang sehr unfair zu Ihnen. Wir verstehen und teilen Ihren Frust. Auch wir hängen uns total rein als Prinzessinenreporter, haben die besten Quoten der Welt, die Leute auf der Straße flehen uns um Autogramme an, aber kriegen wir etwa Preise? Nö, die kriegen immer nur die anderen! Wir kriegen nicht mal Geld. Wir machen all das, weil Adel verpflichtet. Sie aber, lieber Untertan Fleischhauer, sind kein Adeliger und müssen daher vom kärglichen Lohn, den das Hamburger Untergrund-Magazin „Der Spiegel“ Ihnen zahlt, leben. Da käme natürlich ein Preis, der mit zehn-, zwanzig- oder fünfzigtausend Euro dotiert ist, gerade recht, damit man auch als verarmter „Spiegel“-Kolumnist nicht nur mal ans Meer fahren könnte, sondern auch die Anerkennung erführe, die man als unermüdlicher Verteidiger von Großwildjagd, Austeritätspolitik und allem andern, was Mensch und Tier schadet, wohl verdiente. Weiterlesen

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Sonnengesang

Von Sonnenkönig Sebastian Bartoschek

Deutschland stöhnt. Deutschland ächzt unter einem heißen Sommer. Deutschland haßt die Sonne. Deutschland ekelt sich vor seinem eigenem Schweiß. Die Grünen Deutschlands haben die Apokalypse aufgerufen. Ich bin nicht Deutschland. Ich liebe den Sommer. Weiterlesen

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Zieh dich warm an, Hoffmann!



Haut mal wieder voll Schmackes auf die Taste: Zeremonienmeister Fritz Tietz beim Abfassen seines Leserbriefs

Ein weiterer Leserbrief von Zeremonienmeister Fritz Tietz an das Elbe Geest Wochenblatt.

Dieses Mal zu der „romanhaft angelegten“ Leser-Reaktion auf einen Bericht über den „Lifeline“-Kapitän Thomas Quast aus Stade. Alfred Hoffmann heißt der Leserbriefling, Realschullehrer i.R. und Nautiker AG aus Jesteburg. Das Wochenblatt veröffentlichte seinen kilometerlangen Erguss am 11. Juli unter der Schlagzeile „‚Seenot‘ mutwillig provoziert“ auf seiner Leserbriefseite. Die ist hier online abzurufen.

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Dieser Eintrag wurde am 14. Juli 2018 veröffentlicht. 1 Kommentar

Die rosarote Presseschau (67)

design by marax

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.
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Wo waren Sie beim Vorrundenaus? (2)

Von WM- Experte Stefan Laurin

Als Deutschland erstmals bei einer WM in der Vorrunde ausschied, war ich im Wiesental, einem schönen, kleinen Park in der Nähe meiner Wohnung in Bochum-Ehrenfeld. Schon seitdem ich ein Kind bin, mag ich die Ruhe bei Spaziergängen und Parkbesuchen während Spielen der deutschen Nationalmannschaft. Weiterlesen

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Und wo waren Sie beim Vorrundenaus?

Von Malte Mackenrodt

Das Vorrundenaus erlebte ich in meinem sehr gut sitzenden, neuen Anzug der Marke „Tiger of Sweden“. Selbstverständlich ein subtiles Signal der insgeheimen Hoffnung, dass das schwedische Team nebenan sein Übriges tun würde, um unser aller Traum wahr werden zu lassen. Die erste Halbzeit schlenderte ich durch die Stadt mit selbstgedrehten Zigaretten und einem kühlen Kräuterschnaps. Am Kiosk meines Vertrauens, betrieben durch eine Familie syrischer Jesiden, hielt ich an, um einen weiteren Kräuterschnaps zu kaufen und stellte mit unverhohlener Schadenfreude fest, dass die erste Halbzeit gerade mit einem 0 zu 0 endete.

Der Kioskboss, ein liebevoller Familienvater und chronisch überarbeiteter Mann, dessen sechsfaches Eigentum in Syrien zerbombt und/oder abgefackelt wurde, der hier nun tagein tagaus ein neues Leben anfängt und mit Alkoholverkäufen die horrende Ladenmiete reinzuholen und das Beste rauszuholen versucht, brachte seine Einstellung folgendermaßen auf den Punkt: „Ich bin großer Fan der deutschen Fußballmannschaft, aber wer so scheiße spielt, fliegt halt raus, ich bekomme hier schließlich auch nichts geschenkt!“ Weiterlesen

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