Sensation: Jan Fleischhauer mit Journalistenpreis der Prinzessinnenreporter ausgezeichnet

Eine Laudatio von unserem royalen Juror Bernhard Torsch

Lieber Jan Fleischhauer,

die Szene der deutschen Journalismuspreisverleiher und Kolumnisten-mit-Medaillen-Behänger war bislang sehr unfair zu Ihnen. Wir verstehen und teilen Ihren Frust. Auch wir hängen uns total rein als Prinzessinenreporter, haben die besten Quoten der Welt, die Leute auf der Straße flehen uns um Autogramme an, aber kriegen wir etwa Preise? Nö, die kriegen immer nur die anderen! Wir kriegen nicht mal Geld. Wir machen all das, weil Adel verpflichtet. Sie aber, lieber Untertan Fleischhauer, sind kein Adeliger und müssen daher vom kärglichen Lohn, den das Hamburger Untergrund-Magazin „Der Spiegel“ Ihnen zahlt, leben. Da käme natürlich ein Preis, der mit zehn-, zwanzig- oder fünfzigtausend Euro dotiert ist, gerade recht, damit man auch als verarmter „Spiegel“-Kolumnist nicht nur mal ans Meer fahren könnte, sondern auch die Anerkennung erführe, die man als unermüdlicher Verteidiger von Großwildjagd, Austeritätspolitik und allem andern, was Mensch und Tier schadet, wohl verdiente.

Aber ach, noch regiert nicht die „Vernunft“ in Gestalt einer CSU/AfD/FDP-Koalition, sondern das Sagen haben, um Sie zu zitieren, „naive Feministinnen“, „Achtundsechziger“ und doofe Umweltschützer, die sich darüber aufregen, dass, wie Sie so hübsch menschenfreundlich schreiben, Menschen an Stickoxiden „verenden“. Gerade in der Sache mit der Luftverschmutzung durch Pkw hatten nur Sie allein, lieber Untertan Fleischhauer, den Mut das auszusprechen, was sonst nur die Widerstandskämpfer von VW, Mercedes und BMW sich zu sagen trauen, dass die Menschen nämlich nicht vom Stickoxid sterben, sondern weil sie genetisch minderwertig und fett sind. Aber für solcherlei „Wahrheiten“ bekommt man in Deutschland keine Auszeichnung, zumindest nicht, bis endlich Steve Bannon die Journalistenpreise in diesem Land vergibt. Doch heute ändert sich das!

Die Prinzessinenreporter sind von Ihrer öffentlichen Wehklage, die Sie zwecks maximaler Verbreitung unter dem eigentlich Berichten über Rassismuserfahrung in Deutschland vorbehaltenen Hashtag #MeTwo ins Internet weinten, tief gerührt und wollen Ihnen daher eine Ehrung zukommen lassen, mit der kein Nannen Preis, kein Theodor-Wolff-Preis, ja überhaupt kein anderer Preis mithalten kann.

Hiermit sei dekretiert, dass Jan Fleischhauer in einer öffentlichen Zeremonie unter dem Beifall des begeisterten Volkes bestehend aus den selben fünf Menschen, die ihn immer wieder lobend auf der Straße ansprechen, die Royale Beleidigte Leberwurst in Bronze verliehen bekomme!

Bis zur Umsetzung unseres Journalismusfinanzierungsdekrets kann unsere Arbeit mittels eines einfachen Klicks auf den „Spenden“-Knopf gleich oben rechts unterstützt werden. Oder mit einem Einkauf in unserem Shop.

 

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