Warum wir keine Anzeigen haben

w6Von der PR♕-Marketingmanagerin Elke Wittich

Anläßlich der aktuellen Diskussion um Adblocker und Adblockernutzer-Blocker dürfen wir als Retter des Journalismus und letzte Bastion vor den Horden der Finsternis nicht länger schweigen:

 

1. Es ist ein Elend.

2. Wir haben ausnahmslos Qualitätsleser, es gibt aber keine Qualitätsanzeigen.

3. Außerdem benutzen auch Qualitätsleser Adblocker.

4. Wir finden die ganze Diskussion um Anzeigen und Anzeigen-Blocker lästig. Denn:

a. Leser wollen lesen und keine Anzeigen anschauen.

b. Journalisten wollen schreiben und dafür bezahlt werden.

c. Leser finden, dass Journalisten sich halt was einfallen lassen sollen, wenn sie unbedingt darauf bestehen, Geld für ihre Arbeit zu bekommen.

d. Journalisten halten das allerdings nicht für ihren Job.

e. Leser sind aber der Meinung, dass es nicht ihr Problem ist, wovon Journalisten leben.

f. Journalisten macht es nicht glücklich, dass Leser ständig nach Qualitätsjournalismus verlangen, den zu produzieren Zeit (und Geld) kostet.

g. Leser wollen aber nun einmal alles kostenlos haben.

h. Leser-Anspruch und Journalisten-Wirklichkeit sind, sagen wir: ein verdammtes riesiges Problem und es wird nicht besser.

i. Das Problem führt doch nur zu großem Unfug, zum Beispiel Publikationen, die nicht etwa Texte zu wichtigen Themen der Zeit anbieten, sondern Content bzw. Nachspürreportagen über den Stand der Zahnhygiene produzieren und dafür Geld bekommen, das anderswo besser angelegt wäre.

j. Uns Prinzessinnenreportern wurde immer wieder versichert, dass Leser gern freiwillig für gute Texte zahlen würden.

k. Dann tut das halt aber auch – oben rechts unter dem irrtümlich mit „Spenden“ beschrifteten Button gibt es die Möglichkeit, uns zu beschenken, und im Shop könnt Ihr schicke Sachen kaufen.

l. Und jetzt gehen wir weiter den Journalismus retten, bis später.

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Dieser Beitrag wurde am 14. Oktober 2015 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 3 Kommentare

3 thoughts on “Warum wir keine Anzeigen haben

  1. Selten vergeht ein Tag, an dem ich nicht wochenlang vor meinem internetfähigen, neuartigen Empfangsgerät zubringe, dieses Twitter anstarre und wochenlang auf 140 Zeichen von @Elquee warte.
    Da kann es schon passieren, dass ich trockene Dekrete der Prinzessinnen durcharbeite, um mich nicht vollkommen dem Gefühl zu überlassen, vergessen worden zu sein.
    Wenn ich aber über einen noch längeren Zeitraum gar ohne jedweden Ukas der Hoheiten bleiben muss, knobele ich hin und wieder an einer dieser kleinen, kniffeligen Rechenaufgaben. Heute z.B. 42 + 65 (Please Do the Math).
    Aber, versucht es doch einfach selbst einmal:
    http://www.prinzessinnenreporter.de/wp-content/plugins/alphaomega-captcha-anti-spam/addenda/asphaliadixedio.php

  2. Das zweite „wochenlang“ sollte eigentlich „ewig“ heißen. Ich liebe diese kleinen Übertreibungen.
    Und die Aufgabe jetzt lautet: 7 + 92!

  3. 17 x 18 = das wäre doch mal was, aber „93 + 48“? pa!

    .

    .

    (= 306)
    .
    resp. 141 mit Taschenrechner, der hier (nicht in der Tasche sondern) auf dem Tisch liegt.

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