Das Ausfallhonorar-Dekret

aus aktuellem Anlass einerseits und grundsätzlichen Erwägungen zur Journalismusrettung andererseits haben wir Prinzessinnenreporter ein Dekret erlassen, das die zukünftige Vorgehensweise bei Ausfallhonoraren regeln soll.

1. Geschichten für den Mülleimer zu produzieren ist demütigend. Also: Plant gefälligst sorgfältig.

2. Wenn Ihr nicht planen könnt, habt Ihr offenbar noch genügend Moneten.

3. Dann könnt Ihr diese auch in anständige Ausfallhonorare investieren, zuzüglich Ausfallschmerzensgeld, Ausfalltröstgroschen und einer Tafel Schokolade für den zu vertröstenden Journalisten.

4. Oder besser zwei. Zwei Tafeln Schokolade.

5. Dann fällt auch das Planen leichter.

6. Und wenn Ihr schon einen Artikel ausfallen lässt, stellt sicher, dass der Reindränglertext besser ist und nicht einfach nur von der besten Freundin des Feuilleton-Chefredakteurs.

7. Redakteure, die mit miesen Tricks arbeiten (wie zm Bsp anrufen und „Na, wie gehts?“ fragen und die unweigerlich erfolgende Antwort „Och, gut“ zum Anlass nehmen, das Ausfallhonorar zu drücken, weil „Läuft doch bei Dir, sagste ja selber“) sind ab sofort von der Journalismusrettung durch die Prinzessinnenreporter ausgeschlossen und damit den Horden der Finsternis schutzlos ausgeliefert

8. Ausfall-Texte, die eigentlich aktuell sind und deren Deadline dem Schreiberling eine lange Nachtschicht kosten, bekommen noch eine Ausfallschlafzulage.

9. Angeforderte Texte ungebührlich lange auf Halde liegen zu lassen, in der Hoffnung, der Autor vergisst sie, wird mit dauerhaftem Erdbeerentzug bestraft.

10. Sollte fürderhin nochmal ein Journalist seinem Ausfallhonorar nachlaufen müssen, hat er die royale Erlaubnis, ausfällig zu werden.

 

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