Der royale Journalistenfragebogen der Prinzessinnenreporter (19)

Salonpessimist: Kay Sokolowsky - Foto: Martina Sokolowsky

Salonpessimist: Kay Sokolowsky – Foto: Martina Sokolowsky

Ausgefüllt von Kay Sokolowsky

Der Journalist – das unbekannte Wesen. Wir wissen zumindest: Journalisten sind vielbeschäftigte Leute. Dennoch baten wir ausgewählte Exemplare, sich einen Augenblick Zeit zu nehmen und unsere Fragen zu beantworten. Es ist schließlich zu ihrem Besten. Denn um den Online-Journalismus zu retten, brauchen die Prinzessinnenreporter ein paar Daten zur Evaluation. Und im Sommer lassen wir nun mal auch gern andere für uns arbeiten.
Die Prinzessinnenreporter bedanken sich huldvoll bei allen Teilnehmer/innen und veröffentlichen die Antworten in loser Folge.

Kay Sokolowsky, 52, ist Lohnorthograph, Salonpessimist, Blogger sowie ein Gralshüter der Science Fiction mit Zukunft.


1) Gerüchteweise achten eigentlich nur Journalisten auf die Autorennamen über oder unter einem Text – wann haben Sie sich zum ersten Mal einen Autorennamen gemerkt und warum?
Autor: Otfried Preußler. Text: Die kleine Hexe. Grund: der Rabe Abraxas. (Ich: acht Jahre alt.)

2) Wie lautet Ihre Lieblingsschlagzeile?
„Hitlers Tagebücher entdeckt“


3) Welche Schlagzeile möchten Sie vor Ihrem Abtritt noch einmal lesen?
„Sensationeller Mangel an Neuigkeiten!“

4) Ihr peinlichstes Erlebnis auf einer Pressekonferenz?

Meine Anwesenheit.

5) Wie kann der Journalismus auf keinen Fall gerettet werden?
Mit meinem Segen.

6) Wenn es einen speziellen Himmel für Journalisten gäbe – auf wen da oben würden Sie sich freuen?
Ben Hecht. Um ihm für „Extrablatt“ zu danken. Und Billy Wilder, für „Reporter des Satans“.


7) Und wem auf Erden würden Sie am liebsten den Stift klauen?
Hellmuth Karasek. (Der verewigte Horst Tomayer erzählte mir gelegentlich, daß Karamalz sein Zeugs mit einem dicken Edding korrigiert. So was kann man im Haushalt immer brauchen!)

8) Welchen anderen Beruf hätten Sie sich noch vorstellen können?

Nicht „hätte“ – habe: Astronaut. Dann lange gar nix. Dann Kriminalpsychologe. Dann erneut lange gar nix. Astronaut wär mal wieder eine Option.

9) Ihre Wunschinterviewpartnerin?
Scarlett Johannson. (Platz zwei: Isabella Rossellini.)

10) Ihre Alptrauminterviewpartnerin?
Maria Furtwängler. (Platz zwei: Iris Berben.)

11) Wie würde eine Zeitung aussehen, bei der Sie ganz alleiniger Chefredakteurkönig wären? Und wie würde sie heißen?
Die Zeitung wäre komplett aus Papier, hätte mehr Buchstaben als Bilder, beschäftigte Redakteure, die nie eine Journalistenschule von innen gesehen haben, Graphiker, die aus Artikeln ihre Layouts entwickeln, sowie eine erbarmungslose Schlußredaktion. Es gäbe dort so wenig Konferenzen wie nötig und so viele Partys wie möglich. Das Rauchverbot würde lässig gehandhabt. – Hoppla, die Zeitung gibt‘s ja schon – sie heißt Titanic. (Schönen Gruß an Prinz Leo!)

12) Und jetzt mal im Ernst?
Nennen Sie mich bitte nicht Ernst.

13) Wenn Gott Journalist wäre, für welche Zeitung tät sie schreiben?
Wenn Göttin Journalistin wäre, tut er nur für Zeitungen zu schreiben, in deren Grammatik noch hochgehalten würde.

14) Wie bzw. auf wessen Anraten haben Sie Prinzessinnenreporter entdeckt?
a) Social networks b) Echte Freunde c) Intuition d) Google-Suche „Prinzessinnenreporter“ e) Spam-Mail –?
Irgendwie von allem ein bißchen. Darf ich jetzt gehen?

15) Wir bitten darum. Frag Er den Mundschenk nach Braten und Bier, Er hat es sich erdient.

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Dieser Beitrag wurde am 4. September 2015 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 1 Kommentar

Ein Gedanke zu „Der royale Journalistenfragebogen der Prinzessinnenreporter (19)

  1. Wenn der Herr Sokoleipzig (er verzeihe mir den alten Kalauer aus Zeiten des gemeinsamen Daseins als gemeiner TV-Zeitschriften-Redakteur) etwas empfiehlt, darf man es unbesorgt antesten. Das werde ich mit den Prinzessinnenreportern mal so handhaben.

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