Die rosarote Presseschau (12)

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.

 

 

In Barcelona haben am Samstag mehrere hunderttausend Menschen für die Aufnahme von Flüchtlingen demonstriert. Sie forderten damit die Einhaltung der Zusage von Ministerpräsident Rajoy ein, der angekündigt hatte, Spanien wolle 16.000 Flüchtlinge aufnehmen – bisher sind es gerade einmal 1.000.

 
 

Nach öffentlichen Protesten hat die Hotelkette Maritim angekündigt, der AfD künftig keine Räume mehr für Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen. Hintergrund ist der bevorstehende Parteitag der Rechtsaußenpartei im Kölner Maritim, der aus Vertragsgründen wohl aber dennoch dort stattfinden wird.
 

Auch andernorts wird der Raum für Volkspfosten aller Braunschattierungen knapp: In Haselau bei Pinneberg kündigte die Betreiberin einer Gaststätte die Räume für eine geplante AfD-Veranstaltung; sie sei über den Charakter der Veranstaltung getäuscht worden und fürchte Proteste, so die Wirtin. In Heiligenhaus (NRW) hat ein Gastronom den AfD-Nachwuchs der „Jungen Alternative“ vor die Tür gesetzt, der geplante Auftritt des AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, Marcus Pretzell, fiel aus. Und in Göttingen hat die sehr gute Partei DIE PARTEI für dieses Jahr zahlreiche Mahnwachen an nazirelevanten Daten wie etwa dem 20. April angemeldet und kommt damit der Nazigruppierung „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ zuvor, die in der Vergangenheit wiederholt mit Kundgebungen in der Unistadt provoziert hat.  
 

Das Nazi-Watchblog „Störungsmelder“ ist ein nun auch gerichtlich anerkanntes Presseorgan. Dies stellte der bayrische Verwaltungsgerichtshof fest, nachdem Behörden einem für das von „Zeit online“ betriebene Blog tätigen Journalisten Auskünfte über rechte Straftaten verweigert hatten und dieser daraufhin geklagt hatte.  

Und diese Schlagzeile lassen wir einfach mal unkommentiert so stehen.  


Mit der Lösung eines unterschätzten Problems der bemannten Raumfahrt haben sich die Teilnehmer eines von der NASA ausgeschriebenen Wettbewerbs befaßt: Die US-Raumfahrtagentur gab nun die Gewinner der „Space Poop Challenge“ bekannt, deren Ideen zur Entsorgung menschlicher Abfallprodukte künftig Astronauten im Raumanzug das Windeltragen ersparen sollen.

Mit Entzücken haben wir von der Existenz des „Erdbeerkrakens“ Histioteuthis heteropsis erfahren. Marinebiologen wiederum sind entzückt, weil sie herausgefunden haben, warum das prinzessinnenfarbige Weichtier zwei unterschiedliche Augen besitzt.

Als Freizeitbeschäftigung raten wir diese Woche zur Sofawissenschaft: Wer den hypothetischen Planeten Neun entdecken oder einfach helfen will, das äußere Sonnensystem und dessen Nachbarschaft besser kennenzulernen, ist eingeladen, beim Citizen-Science-Projekt „Backyard Worlds: Planet 9“ Aufnahmen des WISE-Teleskops zu durchstöbern.

 

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