Die rosarote Presseschau (44)

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.

 

 

Rund 12.000 Menschen – und damit mehr als von den Veranstaltern erwartet – haben in Berlin gegen die AfD und den gesellschaftlichen Rechtsruck demonstriert. Konkreter in ihren Forderungen ist derweil die Initiative „Hamburg hat Platz“: Ihren Aufruf an den Senat der Stadt, 1.000 Geflüchtete, die in Griechenland festsitzen, in Hamburg aufzunehmen, haben bisher 35 Organisationen und (bei Redaktionsschluß) über 4.500 Einzelpersonen unterschrieben. Ausnahmsweise mal eine Onlinepetition, zu deren Unterzeichnung wir ausdrücklich auffordern.

Protest wirkt: In den Schulen im US-Bundesstaat New Mexico werden Evolution und Klimawandel weiterhin auf dem Lehrplan stehen. Damit nimmt die Bildungsbehörde anderslautende Pläne zurück, nachdem sie auf heftigen Widerspruch von Lehrkräften, Forschern und anderen Gruppen gestoßen war.

Belgien hat die Finanzierung von palästinensischen Schulbauprojekten wegen Terrorpropaganda vorerst eingefroren. Grund ist die Umbenennung einer mit belgischen Mitteln gebauten Schule nach einer Attentäterin, die 1978 nahe Tel Aviv 38 Menschen ermordet hatte, darunter 13 Kinder.

Essenspause.

 

Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt, ist weniger gestreßt, haben Forscher herausgefunden – zumindest gilt das für das als fahrradfreundlich geltende Montreal. Bis Hamburg in diese Kategorie fällt, dürfte es noch dauern, immerhin soll dort aber das System der ausleihbaren Stadträder weiter ausgebaut werden; ab 2019 sollen rund 150 zusätzliche Leihstationen hinzukommen, außerdem werden künftig erstmals auch Lastenräder in die Flotte aufgenommen.

Vor einigen Monaten berichteten wir von einem aus Seenot geretteten Elefanten; nun fand ein Leguan, der vor der Küste Floridas im Meer herumpaddelte, Hilfe bei einem vorbeikommenden Kajakfahrer. Mehr zu der Story beim Kraftfuttermischwerk.

 

Auf dem Meer gibt es nicht nur unerwartete Begegnungen, sondern laut neuen Berechnungen auch genug Wind, um die gesamte Menschheit mit Energie zu versorgen. Das heiße nicht, daß man jetzt die Ozeane mit Windrädern vollstellen sollte, verweise aber auf das große Potential der Windenergie, so die beteiligten Wissenschaftler.

In Island wurde derweil ein Kraftwerk so umgebaut, daß es mehr Kohlendioxid aufnimmt, als es selbst abgibt. Eine im Geothermiekraftwerk Hellisheiði installierte Anlage filtert das Treibhausgas aus der Umgebungsluft, es wird anschließend 700 Meter tief in den Boden gepumpt. Besonders praktisch: Unter den gegebenen geologischen Bedingungen reagiert das Kohendioxid mit dem Gestein zu einem festen Mineral, und das sogar schneller, als man erwartet hatte.

Wir verabschieden uns in die Woche mit einem der größten Momente aus über 50 Jahren „Doctor Who“ – für den übrigens niemand Geringerer als Douglas Adams verantwortlich ist.

 

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