Archiv | Dezember 2015

Das Schönheits-Dekret

e-croiVon lieber schön als schlank-Prinzessin Ramona Ambs

Wir Prinzessinnen lieben alles, was schön ist. Schönheit ist nämlich sehr wichtig gegen Weltschmerz. Und außerdem ist Schönheit sehr schön anzusehen. Nicht schön ist allerdings, was mittlerweile manche unter Schönheit verstehen und was sie im Namen der Schönheit (und Gesundheit) alles so anstellen. In London beispielsweise gehen neuerdings Leute durch die U-Bahnen und drücken Menschen, die sie als übergewichtig empfinden, Zettel in die Hand auf denen dann steht: „Sie sind ein fetter, hässlicher Mensch“. Alles natürlich im Namen von Gesundheit, Schönheit und Nahrungsmittelverteilungsgerechtigkeit. Offenbar glauben diese Leute, sie seien schön. Schön, gesund und moralisch gut.

Allerdings irren sie enorm.

Um genau zu sein, sind die nämlich extrem hässlich.

Und Hässlichkeit verabscheuen wir.

Daher ergeht folgendes Dekret:

1. Du bist schön. Lass Dir von niemandem etwas anderes erzählen. Die Prinzessinnen haben immer Recht!

2. Schönheit hat kein Alter, kein Gewicht und keine Haarfarbe!

3. Wer hässlich zu anderen ist, kann niemals schön sein! Niemals!

4. 90/60/90 sind sehr langweilige Zahlen.

5. Runde Menschen sind besonders schön, denn sie haben die heilsame Wirkung von Erdbeertörtchen für den Weltfrieden erkannt und für sich angenommen.

6. Alte Leute sind besonders schön.

7. Haar und Hautfarben sind dazu da, sie zu genießen.

8. Wer glaubt, dass er schlanker, schöner oder gesünder sei als andere, und das dies sein  Verdienst sei, der muss noch eine Menge lernen.

9. Schönheit ist, wenn man schön ist.

10. Seid also alle schön zueinander!

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Leitfaden Filtersouveränität für Journalisten

von Svenna Triebler

 
1. Im normalen Leben ist das ja so: Wer einen diffamiert, bedroht oder sogar tätlich angreift, den umgeht man weitestmöglich. Erst recht räumt man so jemandem nicht noch extra Platz ein, seine wie auch immer geartete Meinung auszubreiten.
1.2. Warum manche Medien stattdessen genau diejenigen hofieren, die sie als „Lügenpresse“ beschimpfen, läßt sich wohl nur mit enttäuschter Liebe erklären.

2. Stell dir vor, es ist AfD-Parteitag, und kein Journalist geht hin.

3. Für diejenigen, die einen Medienboykott für einen Verstoß gegen das Gebot der ausgewogenen Berichterstattung halten, ein Vorschlag zur Güte: Wer Pegidisten, AfDler oder sonstige „Lügenpresse“-Schreier zu sich ins Fernsehstudio einlädt, muß in der Woche darauf zu deren Anhang auf die Straße. Also, zum Berichten, nicht zum Mitlaufen. (Protipp: Schutzkleidung nicht vergessen.)

krone

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Dieser Eintrag wurde am 2. Dezember 2015 veröffentlicht. 1 Kommentar