Das Globulijournalismus-Dekret

Globuli sind klein, fein, süß und ohne jede Wirkung.

Das journalistische Pendant sind die sogenannten Ratgebertexte. Diese findet man im  Service-Teil der diversen Lokal-Zeitungen. Das sind die Seiten, die man auch gleich ungelesen als Grundlage fürs Katzenklo nutzen kann (und Nein liebe Tierrechtler! Wir schalten keine Kommentare frei, in denen Ihr Eurer Sorge Ausdruck verleihen möchtet, dass die Druckerschwärze der Zeitungen für den Katzenarsch gesundheitlich bedenklich sein könnte!). Denn diese Seiten sind im Grunde genau dafür gemacht. Die sogenannten Tipps sind nämlich allgemein bekannt. Und da sie nicht mal sonderlich orginell formuliert sind, kann man sie sich auch gleich ganz sparen. Denn Hinweise wie:

„Wenn es Ihnen abends zu kühl wird, ziehen Sie sich einfach eine Weste über!“

oder

„Mann muss die Sommerferien nicht nur im Freibad verbringen, auch ein Kinonachmittag kann für Abwechslung sorgen“

oder

„Für einen Ausflug im Park solten sie unbedingt einen Ball, ein Spiel oder ein Federball-Set mitnehmen!“

oder last: die Binsen:

„Bewegung an der frischen Luft tut gut!“

sind quasi homöo-journalistische Zeitverschwendung. Buchstaben ohne jede Wirkung werden in Sätzen potenziert und verpuffen völlig wirkungslos im Nirwana der Leserhirns.
Globulijournalismus eben.

Das muss anders werden. Wir Prinzessinnen fordern daher: entweder den Serviceteil weglassen, oder aber echte Ratgebertexte mit orginellem Inhalt schreiben. Und zwar so, dass sie eine antibiotische Wirkung haben = effektiv sind! Und wenn schon nicht wirkungsstark, dann bitte wenigstens unterhaltsam!

Das Dekret gilt ab sofort und wird in einer Potenz von 17 und 42 verordnet.

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