Die rosarote Presseschau (54)

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.

 

 

Ein Jahr nach der Amtseinführung des Worst President of the United States (WOPUS) ist dessen Beliebtheit alles andere als gestiegen. Beim „Women’s March“ demonstrierten erneut Trump-GegnerInnen in zahlreichen Städten; in Los Angeles waren es eine halbe Million, in New York gingen ca. 200.000 Menschen auf die Straße.

Auch die jüngsten Absonderungen aus dem Staatsoberstübchen wurden angemessen kommentiert.

 

Und dann war da noch der Gesundheitscheck des orangenen Horrorclowns; diese Schlagzeile faßt das Ergebnis wohl am besten zusammen.

 

Olympischer Friede: Im Vorfeld der Winterspiele reden Süd- und Nordkorea wieder miteinander. Neben allgemeiner Entspannung haben die Gespräche auch schon konkrete Resultate erbracht: Die Sportler aus beiden Ländern werden gemeinsam ins Olympiastadion einmarschieren; und mit den Eishockeyspielerinnen soll sogar erstmals ein gesamtkoreanisches Team an den Start gehen.

Rund um die Reaktorruine von Tschernobyl soll bald Strom produziert werden – und zwar aus Sonnenenergie. Eine deutsche und eine ukrainische Firma bauen gemeinsam an der Solaranlage, die demnächst in Betrieb gehen soll. Die Ukraine hatte das Gebiet vor eineinhalb Jahren zum Biosphärenreservat erklärt und erlaubt, dort Solar- und Windkraftanlagen zu bauen. Mit Anwohnerprotesten ist nicht zu rechnen.

Widersprüchlich sind die Angaben zum Besitzer eines Schatzes, der in einer Antenne entdeckt wurde: Während der Videotitel von einem Eichhörnchen spricht, das die 130 Kilo Eicheln gesammelt habe, ist im Video selbst von Spechten die Rede. Wahrscheinlichste Urheber dürften allerdings Blauhäher sein, deren Sammeleifer schon Mark Twain verewigte.

 

Mit einer Rallye haben die Radsportler vom „Track Mob Berlin“ Geld- und Sachspenden für Mob e.V., eine Hilfsinitiative für Obdachlose, gesammelt. Die Namensähnlichkeit hatte ein Mitglied von „Track Mob“ auf die Idee gebracht; bei der Rallye unter dem Namen „Mob4Mob“ kamen über 400 Euro und zahlreiche Kleiderspenden zusammen.

Aufatmen in Köln: Das Bingo-Spiel in einem Seniorenheim ist wieder erlaubt. Zuvor hatte die Kölner Sozialbehörde einen Shitstorm geerntet, weil sie den Bewohnern ihren beliebten Zeitvertreib als „illegales Glücksspiel“ untersagt hatte. Nun werden Schokolade und Pralinen, um die gespielt wird, als „Kleinstbeträge“ gewertet, um die weiter gezockt werden darf.

Der Longread der Woche begann mit diesem Tweet, die Fortsetzung ist in ihrer ganzen Schönheit hier zu lesen.

 

Unser ganzes journalistisches Mitgefühl gilt Matthias Schwarzer, der es für die „Neue Westfälische“ auf sich genommen hat, den „Bachelor“ zu gucken. Das Resultat haben wir dann aber doch gerne gelesen.

Der Content der Woche ist etwas für Liebhaber alter Karten: Der Forscher und Sammler David Rumsey hat eine Weltkarte aus der italienischen Renaissance digitalisiert, sie ist nun in voller Pracht samt Fabelwesen und, äh, kleinen geographischen Ungenauigkeiten online zu bewundern.

 

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