kress: Markenjournalisten suchen heißt Knalltüten finden

Eine Umfrage zum Thema „Welche Journalisten sind starke Marken“ kann eigentlich nur schlimm enden – das lernt kress gerade auf die harte Tour.
von Ich bin keine Marke, ich bin eine Journalistin-Prinzessin Elke Wittich.

Ob es in der Geschichte der Online-Leserumfrage jemals ein Voting gab, das nicht von Knalltüten gekapert wurde, die einander in ihren Knalltütenforen und Knalltüten-Facebookgruppen aufforderten, massenhaft loszulaufen und auf die dusseligste Antwortmöglichkeit zu klicken, man weiß es nicht.
Und so hätte sich der Branchendienst „kress“ vielleicht auch denken können, was passieren würde, wenn er nach – im Prinzip – Lieblingsjournalisten beziehungsweise im kress-Sprech nach „starken Marken“ fragen würde.
Und so wurde die prima Gelegenheit, unter anderem Verschwörungstheoretiker, die gern verkünden, dass die Lügenpresse „die Wahrheit“ unterdrückt (und zwar im Auftrag von, genau: den USA und Israel), zu Supermarken hochzuvoten, natürlich dankbar ausgenutzt.
Tjo, kress, super gelaufen.
Wir Prinzessinnenreporter, die letzte Bastion vor den Horden der Finsternis, werden den Online-Journalismus trotzdem weiter retten – der Journalismus, in dem Journalisten starke Marken sind, ist allerdings unrettbar verloren. Egal, ob auch Prinzessinnen in der kress´schen Markenjournalistenliste vorkommen.

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Dieser Beitrag wurde am 27. Juli 2015 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare

2 Gedanken zu „kress: Markenjournalisten suchen heißt Knalltüten finden

  1. Kann man all diese Marken nicht auf ein riesengroßes Kuvert kleben und an eine Forschungsstation in der inneren Antarktis schicken? Nur so ’ne Idee. (Euch aber, Prinzessin Elke, vielen Dank für diese nötige Polemik!)

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