Die rosarote Presseschau (53)

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.

 

 

In Wien haben – mindestens – 20.000 Menschen gegen die FPÖVP-Regierung demonstriert. Huldvollste Grüße deshalb in unsere südöstliche Kronkolonie.

 

Selbst in Sachsen gibt es Menschen, die die rechtsextreme Alltagskultur nicht für normal halten. Großer Dank deshalb auch an den Verein im Erzgebirge, der ein als „Liederabend“ angemeldetes Nazikonzert in seinen Räumen unterband und den Saal von der Polizei räumen ließ.

Die Pilger- und Seefahrerkirche St. Jakobi in Lübeck hat dem Unternehmer Winfried Stöcker nach einer Hetzrede gegen Flüchtlinge, Frauen und Journalisten vor 300 Mitarbeitern Hausverbot erteilt. Der Gründer des Medizinkonzerns Euroimmun war bereits in der Vergangenheit mit rassistischen Äußerungen in die Schlagzeilen geraten.

Danke, Merkel: Die Handwerksbetriebe in NRW finden erstmals seit langem wieder mehr Azubis; der Zuwachs um rund vier Prozent ist vor allem darauf zurückzuführen, daß zahlreiche junge Flüchtlinge eine Ausbildung begonnen haben.

Wir mögen keine Nationalhymnen. Das Musikkorps der ägyptischen Armee offenbar auch nicht.

 

New York reagiert auf den Wandel der Rollenbilder in der Familie: Künftig müssen alle Herrentoiletten in öffentlichen Gebäuden der Stadt mit Wickeltischen ausgestattet sein.

Frankreich will die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle senken. Zu den geplanten Maßnahmen gehören unter anderem eine Senkung des Tempolimits von 90 auf 80 km/h auf Landstraßen und ein Führerscheinentzug für Fahrer, die aufs Handy statt auf die Straße gucken.

Überhaupt ist ja das Fahrrad dem Auto vorzuziehen. Wie eine radgerechte Infrastruktur aussehen kann, zeigt etwa Rotterdam, wo Ampeln mit Wärmesensoren das Fahrradaufkommen ermitteln und die Länge der Grünphasen entsprechend anpassen.

 

Der Longread der Woche steht diesmal bei „Zerstreuung Fußball“ und befaßt sich mit dem Statement des SC-Freiburg-Spielers Nils Petersen, der erklärt hatte, er verblöde im Fußballbetrieb allmählich. Warum die Lektüre nicht nur etwas für Freunde der gepflegten Balltreterei ist, zeigt dieser Auszug.

 

Ihrem Bildungsauftrag kamen hingegen drei japanische Fußballprofis nach, die gegen 100 Schulkinder antraten.

 

Architekten im Osmanischen Reich machten sich nicht nur Gedanken über die Bedürfnisse menschlicher Hausbewohner: Anstatt Vögel abzuschrecken, wie es heute üblich ist, gehörten seinerzeit regelrechte Paläste für die gefiederten Nachbarn zur normalen Ausstattung von Gebäuden.

Vor etwas mehr als 45 Jahren landeten zum bisher letzten Mal Menschen auf dem Mond. Die Mission der Apollo 17 kann man nun Minute für Minute online nacherleben.

 

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