Warum ich die Katzen gegen Akif Pirinçci unterstütze

Not in our name, Herr Katzenkrimiautor!

Not in our name, Herr Katzenkrimiautor!

Von Prinz Kasimir


Adorno und ich haben viele gute Gründe, Akif Pirinçci für einen Trottel zu halten. Daß er schlecht im Bett ist, hat Prinz Leo schon letztes Jahr aufgedeckt. In den Medien zu kurz gekommen ist bislang aber auch dieser Grund: Der Mann schreibt Katzenkrimis. Das ist ab sofort verboten. Insofern begrüße ich es auch, daß der Verlag die Felidae-Reihe wegen des (nicht korrekt rezipierten und trotzdem volltrotteligen) KZ-Zitats des Verfassers nun vom Markt genommen hat. Pirinçcis Reaktion: „Jetzt haben sie sogar die Katzenbücher aus dem Programm genommen. Was können denn die armen Katzen dafür.“ Die armen Katzen werden euch jetzt mal was husten!

 
1.) Katzenkrimis aus Menschenhand sind nicht spannend. Spannend ist es, den Protagonisten (mich) stundenlang vor einem Mäuseloch ausharren zu lassen, bis sich mein Spielgefährte endlich hervorwagt und der ideale Moment zum Angriff da ist und BÄHM!!! Das ist Action.
Nicht spannend ist es, wenn Katzen irgendwelche Menschenangelegenheiten in Tierfabelform aufklären sollen, denn Menschenangelegenheiten sind im allgemeinen furchtbar öde und vor allem so sinnlos (vgl. meine Rezension der angeblich von seiner Katze Socki geschriebenen Paul-Sahner-Biographie). 


2.) Daß der Autor für die Vergangenheit schwärmt, okay, haben wir begriffen, aber muß man dann einer Katze sowas ins Maul legen: „Die Geschichten, die guten Geschichten, die aufregenden und die, die das Herz berühren, jene, die es wirklich lohnt anzuhören ― wo kommen sie her? Wie könnte es anders sein: natürlich aus der Vergangenheit!“


3.) Da würden Katzen ja noch eher Whiskas kaufen, als einen Sermon abzusondern, bei dem ich bereits vor dem Punkt am Ende des Satzes weggenickt bin: „Denn die Jugend ist ein ambivalentes Geschenk, von dem der Beschenkte nicht weiß, daß es ihm überhaupt zuteil wurde … “

Bitte seht also davon ab, mir einen gänzlich unambivalenten Katzenkrimi zu schenken, und investiert das Geld lieber in ein modisches Shirt, mit dem ihr Katzenkrimiverbrechern zeigt, was ihr von ihnen haltet, und unterstützt die Prinzessinnenreporter sowie die Katzen gegen Akif Pirincii .

Euer alter roter Kater

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Dieser Beitrag wurde am 23. Oktober 2015 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 1 Kommentar

Ein Gedanke zu „Warum ich die Katzen gegen Akif Pirinçci unterstütze

  1. Ich meine, irgendwo gelesen zu haben, der Pirincci weil Deutschland verlassen. Dann ist er ja quasi Flüchtling. Da soll er nur mal aufpassen, dass es dort, wo er hin will, keinen Pegida-Ableger gibt. . .

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