Bahnsportreport

Was ist Bahnsport? Bahnsport ist eine der spektakulärsten und spannendsten Disziplinen, die der Motorradsport bietet. Die Piloten jagen in atemberaubenden Geschwindigkeiten und unglaublichen Schräglagen über die Ovale.

Ein Fotoreport vom Bahnsport-Pendler Edler von Schwermuth

Das mag ja schön und gut sein, aber es gibt noch eine weitere Bahnsport-Disziplin mit dem Sponsor Deutsche Bahn. Austragungsort der Hamburger Hauptbahnhof, wo bekanntlich Züge in alle Richtung fahren, wenn sie fahren.

Einer der ziemlich heißen Tage im September 2018, an denen eine Massenbahnsport-Veranstaltung ansteht. Mehrere hundert Bahn-Sportler bereiten sich bei sichtbar strahlendem Himmel auf Bahnsteig 7/8 mit Lockerungsübungen den Start vor.

 

Der Start für den Bahnsport-Start verzögert sich laut Durchsage der DB-Bahnhofs-Bahnsport-Schiedsrichter für einige Minuten, was die zahlreichen Bahnsportler ohne Murren zur Kenntnis nehmen.

Die Zeit läuft: zum voraussichtlichen Startzeitpunkt für den Run auf die Waggontüren des Nah-SH-REs nach Lübeck angeblich nur noch wenige Minuten.

 

Zeit für die Begutachtung des windschnittigen Scooters eines Bahn-Sportlers. Das Gerät hätte sich bewährt, ist zu hören.

 

Dann die doch überraschende Durchsage, daß der Start-Bahnsteig für den Run Richtung Waggontüren des Nah-SH-REs nach Lübeck auf dem Nachbarbahnsteig 7/8 stattfindet.

 

Mehrere hundert Bahn-Sportler, davon die meisten mit einer Monats-Lizenz (sog. Zeitkarte) setzen angesichts der überfälligen Nah-SH-RE-Abfahrtzeit Richtung Lübeck zu einem Sprint an.

Der erste Engpaß, die schmale Bahntreppe aufwärts, kann bei ersichtlichem  Massenandrang nur mehr oder minder sportlich genommen werden.

 

Auf dem Verbindungsgang namens „Südsteg“ leider viel unsportliche Laufkundschaft, die den Bahnsportlauf Richtung Bahnsteig 5/6 ziemlich behindert.

 

Und wieder ein Engpaß auf dem Weg zum Ziel: die schmale Treppe zum Bahnsteig 5/6  runter.

 

Das Gedrängel auf den Treppenstufen erscheint gefährlich, aber dank Training kommt es zu  keinen Personenschäden.

 

Auf dem Ziel-Bahnsteig stauen sich die Bahnsportler,  ist außer einem ICE kein Nah-SH-RE  zu sehen.

 

Auf den letzten Metern zu den Waggontüren des NAH-SH-REs eine weitere Herausforderung: Der einlaufende NAH-SH-Zug ist ein RB und nicht der NAH-SH-RE.

 

Auch der Blindenhund muß sich so kurz vor dem Ziel noch gedulden.

 

Und dann sind die Zielwaggontüren des NAH-SH-Res endlich da, muß auch der sportive Pendler sich mit seinem flotten Klapp-Scooter beeilen, um noch in der Spitzengruppe zu landen.

 

Bahnsportlich gesehen endet der Rapport von einem Bahnsport-Event auf dem Hamburger Hauptbahnhof mit nur 15 Minuten Verspätung und diesem Ausblick durch eine erblindete Fensterscheibe auf die Metropole Hamburg an der Elbe Auen. Aber erblindete Fensterscheiben wären eine andere Geschichte, die mit der Bahnsport-Bewegung nichts zu tun hat.

 

In der nächsten Folge berichtet der Bahnsport-Pendler Edler von Schwermuth über gestandene Lokführer der alten Schule, die sich Luft über den schrottigen Zustand ihrer Lokomotiven machen.

 

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