Die rosarote Presseschau (3)

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.

 

 

Huldvollst nehmen wir zur Kenntnis, daß die Bewohner unserer Kronkolonie Österreich mehrheitlich unserem diesbezüglichen Dekret nachgekommen sind und nicht Norbert Hofer gewählt haben.

Auch daß Dresden einmal in dieser Rubrik auftauchen würde, hatten wir nicht unbedingt erwartet. Aber lest selbst, wie Pegida dort unfreiwillig Spenden für Flüchtlinge generiert.

Im bayrischen Wolfratshausen wird Flüchtlingshilfe dagegen mal andersherum definiert: Hier sammelten Geflüchtete für Obdachlose.

In Norderstedt bei Hamburg wollte das bei Nazis beliebte Modelabel Thor Steinar einen neuen Laden eröffnen, scheiterte aber an Recht und Ordnung der deutschen Bürokratie.

Angesichts der Brände in Israel wird Nachbarschaftshilfe nicht nur im Großen (wir berichteten) sondern auch im Kleinen praktiziert: So geschehen in Haifa, wo arabische Handwerker einer jüdischen Gemeinde zur Hilfe kamen, deren Synagoge durch das Feuer schwer beschädigt wurde.

In Indien soll künftig eine App die LGBT-Selbsthilfe organisieren helfen. In Taiwan ist man noch ein Stück weiter: Sollte ein Gesetzentwurf der Regierungspartei umgesetzt werden, wäre es das erste Land Asiens, das die gleichgeschlechtliche Ehe zuläßt.

Drei junge Männer aus Guinea fanden sich im Regionalexpreß von Wattenscheid nach Bochum unerwartet als Babysitter wieder, als sich die Türen schlossen, bevor eine Mutter ihren Kinderwagen samt Passagier aus dem Zug heben konnte. Das Trio kümmerte sich bis zum nächsten Halt um den zehn Monate alten Jungen, die Polizei konnte Mutter und Sohn dann wieder zusammenbringen. Der Kurze tat derweil das Sinnvollste, was man in einer solchen Situation machen kann, und verschlief die ganze Aufregung.

ARD und ZDF werden uns fürderhin nicht mehr zu Randsportarten überinformieren, die ihre einzige Berichtsrelevanz aus der Beteiligung deutscher Athleten beziehen. (Das gesparte Geld aber nicht gleich wieder für Talkshows ausgeben, gell, liebe Öffentlich-Rechtliche?)

Waisenwildschwein Johann, das im vergangenen Jahr von einer Herde Kühe im Landkreis Göttingen adoptiert wurde, ist zurück bei seiner Ersatzfamilie.

Als Open-Source-Content der Woche präsentieren wir diesmal die Werke der Schriftstellerin Lily Braun, die beim Projekt Gutenberg zu finden sind; insbesondere empfehlen wir die „Memoiren einer Sozialistin“.

 

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