Die rosarote Presseschau (66)

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.

 

 

Die neu gegründete Initiative Bürger*innen-Asyl Berlin hat es sich zum Ziel gesetzt, Menschen vor Abschiebungen zu schützen. Laut Dublin-Verordnung können Asylsuchende nur innerhalb der ersten sechs Monate, die sie sich in Deutschland aufhalten, in ein anderes EU-Land abgeschoben werden – sofern sie nicht als untergetaucht gelten. Hier setzt die Initiative an, die den Betroffenen private Meldeadressen zur Verfügung stellt.

Eigentum verpflichtet: Manche Hausbesitzer nehmen Artikel 14 des Grundgesetzes tatsächlich ernst. Der BR stellt einen von ihnen vor.

 

Die Weltgesundheitsorganisation WHO sieht Transsexualität nicht mehr als psychische Störung an. In der Neuauflage ihrer Liste der „Internationalen Klassifikation von Krankheiten“ (ICD) steht das Phänomen, daß manche Menschen sich nicht mit ihrem körperlichen Geschlecht identifizieren, nun im Kapitel Sexualgesundheit.

Hannover wird wieder Hansestadt. Das beschloß der Rat der niedersächsischen Landeshauptstadt und folgte damit einem Antrag der FRAKTION (Fraktion für Ratsangelegenheiten, Ausschüsse, Kaffeepausen, Teepausen, Interfraktionelles und Organisatorische Notlösungen).

Kurzer Zwischenruf. Wuff!

 

Aufatmen in Australien: Der letzte Bestand von Quokkas auf dem Festland hat sich erholt. Nachdem ihr Lebensraum 2015 von Buschbränden heimgesucht wurde, leben nun wieder mindestens 300 der laut wissenschaftlichen Erkenntnissen knuddligsten Beuteltiere der Welt in dem Areal und damit rund zehnmal mehr als unmittelbar nach dem Feuer.

Gleich zwei Longreads befassen sich diesmal mit Varianten der ökologischen Landwirtschaft: Ornithologin @GrrlScientist beschreibt, wie eine vogelfreundliche Bewirtschaftung Weingärtnern und gefiederten Insektenvertilgern gleichermaßen nutzt; und Patrick Barkham hat für den „Guardian“ eine Farm in Sussex besucht, auf der sich freilaufende Weidetiere als Landschaftsgärtner betätigen.

Man muß aber nicht unbedingt einen Bauernhof erben, um etwas für die Umwelt zu tun. Unser Freizeittipp lautet heute deshalb auch: Lieber mal aufs Rasenmähen verzichten.

 

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Dieser Beitrag wurde am 25. Juni 2018 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 1 Kommentar

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