Die rosarote Presseschau (69)

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.

 

 

Über die „Unteilbar“-Demo in Berlin kann man geteilter Meinung sein, es überrascht schließlich nicht, dass unter 240.000 Menschen (erwartet worden waren 40.000) auch allerhand Deppen und Vollhonks dabei sind. Huldvolle Grüße gehen trotzdem raus an alle nicht-knalltütigen Leute, die dort waren. Zumal das ja durchaus mit persönlichen Opfern verbunden war.

 

Und als Vertreterin der linken Kritik an der Demo lassen wir Prinzessin Elke zu Wort kommen.

 

Mehr praktisch orientiert im Kampf gegen Rechts war ein Mann in Berlin-Malchow, der einen AfD-Politiker mit einem Tortenwurf bedachte und unerkannt entkommen konnte. Und sogar von gänzlich unerwarteter Seite kommt Hilfreiches: Die Piratenpartei hat ein Tool entwickelt, mit dem sich die Lehrer-Denunziationsportale der AfD lahmlegen lassen.

Das Zivilgericht von Den Haag hat die Niederlande zum Klimaschutz verdonnert. Bis Ende 2020 muss das zu nicht unerheblichen Teilen unter dem Meeresspiegel liegende Land den Kohlenstoffdioxidausstoß um mindestens 25 Prozent im Vergleich zu den Werten von 1990 reduzieren.

Für den Klimaschutz setzt sich auch eine Demonstration ein, die im Miniaturwunderland Hamburg beobachtet wurde.

 

Der Radfunk von Deutschlandfunk Nova hat derweil mal verglichen, wie verschiedene Verkehrsmittel in Sachen Kosten, Umwelt etc. abschneiden.

 

Ärzte in Schottland können ihren Patienten künftig Natur verordnen. Vogel- und Pflanzenbeobachtung sollen beispielsweise Menschen mit Diabetes oder psychischen Leiden helfen, ins körperliche und seelische Gleichgewicht zu kommen. Das Programm des schottischen Gesundheitssystems soll herkömmliche Therapien nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen.

Wir können uns nicht entscheiden, was besser ist: die Wackelaugen, die Unbekannte in Savannah (US-Bundesstaat Georgia) einem Helden des Unabhängigkeitskriegs verpasst haben, oder die Schlagzeile zu diesem Vorgang.

 

Die Sesamstraße wird barrierefrei. Seit dem 8. Oktober können neue Folgen der Kindersendung nach der Ausstrahlung als Hörfilm online auf KiKA.de und NDR.de abgerufen werden. Für Gehörlose gibt es dort auch eine Fassung mit Gebärdensprache.

Kurze Musikeinlage, leicht übermotiviert.

 

Zum Sport. Die deutsche Fußballnationalmannschaft steckt nicht erst seit dem 0:3 gegen die Niederlande in der Krise. „11 Freunde“ hat deshalb ein paar Marketing-Ideen, mit denen das Image aufpoliert werden könnte.

Der Kinofilm „Mario“ thematisiert Homosexualität und Schwulenfeindlichkeit im Fußball. St.-Pauli-Profi Mats Møller Dæhli hat den Film gemeinsam mit der restlichen Mannschaft gesehen und mit der Stadionzeitung VIVA darüber gesprochen.

Und passend zum unpassenden Wetter zeigt der Content der Woche, wie man sich ein Planschhäuschen selber baut.

 

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Dieser Beitrag wurde am 14. Oktober 2018 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 1 Kommentar

Ein Gedanke zu „Die rosarote Presseschau (69)

  1. Nicht zu vergessen auch (und vor Allem!) wegen der im Zusammenhang erwähnten Termine die erweiterten rosaroten Möglichkeiten für pazifistische rohe Gewalttätigkeit:

    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Khashoggi-Korrekturen-Luegen-und-eine-Leiche-die-verschwunden-ist/Bloss-1-3-OT-Korrekturen-und-Luegen-hier-auch-nur-ohne-verschwundene-Leichen/posting-33289186/show/

    „Und kaputte leere Feuerzeuge werf‘ ich künftig nicht nutzlos in den Müll, sondern Nazibullen vor die Füße. Ich war schon lange auf der Suche nach der optimalen Form brutalster Gewalttätigkeit, die mir mein Pazifistengewissen gerade noch mal durchgehen lässt.“

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