Die rosarote Presseschau (72)

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.

 

 

Die Faschisten der „Goldenen Morgenröte“ haben auf Kreta wenig zu melden. Der „Guardian“ berichtet, wie die Bewohner der griechischen Insel das geschafft haben (Spoiler: auf allen Ebenen, mit allen Mitteln).

Huldvolle Grüße gehen raus an die jeweils rund 5.000 Menschen, die trotz Wetter in Düsseldorf und Hannover gegen die geplante Verschärfung der Polizeigesetze in NRW und Niedersachsen protestiert haben.

Das Göttinger Studentenwerk verkauft eines seiner Wohnhäuser an einen von den Bewohnern gegründeten Verein. Damit wird ein längerer Streit um Mieterhöhungen und -modalitäten beigelegt. Der Verein zur Förderung von Bildung, Kultur und studentischem Leben wird das Haus künftig als Wohn- und Kulturprojekt selbst verwalten.

Die Innenstadt von Madrid ist seit Anfang Dezember für die Durchfahrt von Autos gesperrt, das von den Gegnern der Maßnahme prognostizierte Chaos ist ausgeblieben. Auch rund 100 weitere spanische Städte planen ähnliche Fahrverbote, die laut einer Umfrage von 63 Prozent der Bevölkerung befürwortet werden.

Dazu eine kleine Erinnerung, dass man nicht nur seinen Mitmenschen einen Gefallen tut, wenn man das Auto stehenlässt.

 

Seit 1920 waren Schneeballschlachten in der Ortschaft Severance im US-Staat Colorado verboten. Ein Neunjähriger hat den Gemeinderat nun davon überzeugt, das Verbot aufzuheben, und durfte dann auch den ersten legalen Schneeball seit fast hundert Jahren werfen.

Vor knapp zwei Wochen ist die Marssonde InSight unbeschadet auf dem roten Planeten gelandet – keine Selbstverständlichkeit, die Erfolgsquote bisheriger Marsmissionen liegt bei ca. 40 Prozent. Und sie hat bereits einen kleinen Bonustrack geliefert: die allerersten Tonaufnahmen vom Nachbarplaneten, aufgezeichnet mit Instrumenten, die eigentlich die seismische Aktivität messen sollen. Hier im Video zunächst im Original als dumpfes Grummeln zu hören (am besten mit Kopfhörern oder bassstarken Lautsprechern) , anschließend noch einmal verstärkt und mit höherer Frequenz abgespielt.

 

Auf Erden sorgt derweil der schwäbische Adventskranz für besinnliche Stimmung.

 

Der Content der Woche kommt diesmal im mathematischen Doppelpack vom Magazin „Chalkdust“. In der Kurzgeschichte „Somewhere over the critical line“ erzählt der gerade einmal zehnjährige Tanmay Kulkarni von diskriminierten Primzahlen und ihrer Reise ins imaginäre Land der Zeta-Funktion; zum Ausdrucken gibt es außerdem das Brettspiel „Hilberts Hotel“. Wer zuerst ∞ erreicht, gewinnt.

 

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