Die rosarote Presseschau (77)

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.

 

 

Huldvollste Grüße gehen raus an diejenigen, die am vergangenen Samstag deutschland- und europaweit für bezahlbaren Wohnraum auf die Straße gegangen sind. Allein in Berlin nahmen laut den Veranstaltern rund 40.000 Menschen an der Großdemonstration gegen den Mietenwahnsinn teil.

 

Einen Tag später waren in München erneut 10.000 Menschen auf der Straße; in diesem Fall auf Fahrrädern, um für eine moderne Verkehrspolitik zu demonstrieren.

Schon vor einigen Wochen hat der wegen Mordes vorbestrafte Berliner Neonazi Hendrik Möbus bei einem Konzert in Kopenhagen eine handfeste Gefährderansprache durch Antifas erhalten. Durch den Vorfall wurde auch dem Konzertveranstalter bekannt, um wen es sich bei dem Besucher handelte, woraufhin er erklärte: „In der Zukunft werden weder er noch Leute wie er Zutritt ins Mayhem erhalten.“

Noch lange nicht genug, aber ein Schritt in die richtige Richtung: Der CO2-Ausstoß in Deutschland ist erstmals seit vier Jahren gesunken, und zwar nicht nur wegen des milden Winters. Ohnehin steht das Land in Sachen Klimaschutz gar nicht mal sooo schlecht da, findet Wissenschaftsautor Thomas Grüter und erinnert daran, dass es sich um eine internationale Herausforderung handelt. Dem werden die Aktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future Uganda sicherlich zustimmen.

 

Das erfolgreiche Volksbegehren Artenschutz unter dem Motto „Rettet die Bienen“ hat die bayrische Landesregierung unter Druck gesetzt: Noch vor einem möglichen bindenden Volksentscheid soll der Gesetzentwurf des Volksbegehrens vom Landtag angenommen werden. Wir werden im Auge behalten, wie viele Abstriche sich in den angekündigten „gewissen Korrekturen und Klarstellungen in Ausführungsbestimmungen oder einem begleitenden Gesetz“ verbergen.

Falls sich jemand fragt, wozu diese ganze neumodische Technik gut ist.

 

Longread der Woche: Ein Paläontologe hat möglicherweise eine Fossilienlagerstätte entdeckt, die von exakt jenem Tag stammt, als vor 66 Millionen Jahren ein Asteroideneinschlag die Ära der Dinosaurier beendete. Der New Yorker schildert die Geschichte des potentiellen Sensationsfunds und auch, warum die Fachwelt noch etwas reserviert reagiert.

Wir gratulieren außerdem Karen Uhlenbeck zur Verleihung des Abelpreises; die US-Amerikanerin ist die erste Frau, die den sogenannten Nobelpreis für Mathematik erhält. Wofür genau, haben wir zugegebenermaßen selbst nicht ganz verstanden, offenbar irgendwas mit Topologie und Dings.

Endlich geklärt wurde jedenfalls, wie es wäre, wenn sich Obst bewegen könnte.

ÖBST from Jan Elsner on Vimeo.

Im Unterhaltungsprogramm ist heute Sprachwissen gefragt: Beim Quiz Languagesquad geht es darum, möglichst viele Sprachen bzw. Alphabete zu erkennen.

 
 

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