Die rosarote Presseschau (79)

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Die Welt ist gar nicht der große, einzig von den Horden der Finsternis bevölkerte Planet, auf dem ein typischer Tag damit beginnt, dass man sich am liebsten gleich wieder die Decke über den Kopf ziehen würde. Wirklich nicht. Warum nicht, erklären wir in unserer Rubrik mit Nachrichten, die die Horden der Finsternis gar nicht gerne hören.

 

 

Huldvollste Grüße gehen raus an die Klimastreikenden weltweit. In Deutschland beteiligten sich mehr als 300.000 Menschen am Aktionstag der Fridays-for-Future-Bewegung, allein in Hamburg waren es rund 20.000.

Laktose gegen Intoleranz: Milkshaking, also das Bewerfen von rechtsextremen Politikern mit Fastfood-Getränken, hat sich in Großbritannien zur neuen Protestform entwickelt. Ziel von Kleckerattacken wurden unter anderem (zweimal) Tommy Robinson, Gründer der English Defense League, und Brexit-Parteichef Nigel Farage. Nach einem Treffer in der Geschmacksrichtung Banane-Salzkaramell in Newcastle wagte sich Farage in Rochester nicht einmal aus seinem Wahlkampfbus, als sich Menschen mit Getränkebechern näherten.

 

In der britischen Hauptstadt wiederum fahren künftig keine Busse mehr herum, auf denen für Reisen in Länder geworben wird, in den Homo- und Transsexuellen die Todesstrafe droht. Die Londoner Verkehrsbehörde hat insgesamt elf Ländern ein Werbeverbot erteilt: Auf der Liste stehen Saudi-Arabien, die Emirate und Katar als auch Pakistan, Afghanistan, Jemen, Iran, Nigeria, Somalia, Sudan, Mauretanien und Brunei.

Unterdessen freut sich nicht nur die Royal Family über Nachwuchs, auch die Raben im Tower of London tragen ihren Teil zum Fortbestand des Vereinigten Königreichs bei. Die vier jüngst geschlüpften Küken sind die ersten seit 30 Jahren und sichern so den Bestand der berühmten Rabenpopulation. Laut einem Dekret von Charles II. müssen stets sechs Raben auf dem Gelände leben, da der Legende zufolge sonst der Fall von Tower und Königreich droht.

 

Und noch einmal Großbritannien: Das Land ist Anfang Mai mehr als eine Woche lang ohne Kohlestrom ausgekommen; dies war die längste kohlefreie Periode des UK seit Inbetriebnahme des weltweit ersten Kohlekraftwerks im Jahr 1882. Und falls es sogar in Deutschland einmal zu einem Kohleausstieg kommen sollte, hat das DLR schon Ideen, wie man die Kraftwerke als Speicher für Energie aus erneuerbaren Quellen weiternutzen könnte.

 

Im Longread der Woche geht es um Prinzessin Svennas erdgeschichtliche Lieblingsperiode – und den australischen Farmer Ross Fargher, auf dessen Land sich eine der berühmtesten Ediacara-Fossilfundstätten befindet, und seinen Beitrag zum Schutz dieses Naturerbes.

Und hier noch ein paar Streicheleinheiten für unsere treuen Qualitätsleser.

 
 

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Dieser Beitrag wurde am 26. Mai 2019 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 1 Kommentar

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