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Freies Wochenende für Qualitätsleser

Liebe Qualitätsleser,

aufgrund guter Führung habt Ihr Euch ein freies Wochenende verdient.
Zur zwischenzeitlichen Erbauung empfehlen wir Euch ein sehr lehrreiches Video der schwedischen Lebensrettungsgesellschaft:

Nichtqualitäts-Leser beschäftigen sich bitte bis Sonntagabend still für sich mit unseren Zertifizierungskursen, danke.

Mit huldvollen Grüßen,
die Prinzessinnenreporter

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Dieser Eintrag wurde am 30. Januar 2016 veröffentlicht. 2 Kommentare

Was Qualitätsleser von Nichtqualitäts-Lesern unterscheidet

Qualitäts-Hoodie für Qualitäts-LeserAnhand der Aufregung um einen angeblichen Toten am Lageso kann man sehr schön den Unterschied zwischen Qualitätslesern und Nichtqualitäts-Lesern erklären. Und deswegen tun wir das jetzt auch:

DIE QUALITÄTSLESER

1. Qualitätsleser wissen, dass guter Journalismus Zeit braucht – denn Fakten sind nicht immer das, was auf Facebook oder Twitter am lautesten herausgeschrien wird.

2. Qualitätsleser wissen auch, dass das Beamen noch nicht erfunden wurde und es deswegen eine gewisse Zeit dauert, bis Journalisten vor Ort sein können. Oder telefonisch alle Fakten eingesammelt haben.

3. Qualitätsleser wissen überdies, dass die Fakten in den irgendwann fertigen, gründlich recherchierten Artikeln nicht notwendigerweise mit ihrem Weltbild übereinstimmen.

4. Das macht ihnen aber nichts aus, weil die Welt eben kompliziert ist.

5. Dafür lieben wir sie.

DIE NICHTQUALITÄTS-LESER

1. Nichtqualitäts-Leser (egal, ob sie politisch links oder rechts sind) erwarten von Zeitungen unverzügliche Berichterstattung (und dass sie genau das schreiben, was sie, die Nichtqualitäts-Leser, lesen wollen, aber das ist eine andere Geschichte.

2. Unverzüglich bedeutet: Fünf Minuten nach Bekanntwerden eines Ereignisses, spätestens.

3. Und da ist es egal, ob sich das Ereignis mitten in einer Einöde ohne Nahverkehrsanbindung abspielt oder in einer Stadt , FÜNF!!!11! MINUTEN!

4. Korrigiere: DREI!!11! MINUTEN, wenn es um ein Thema geht, das dem Nichtqualitäts-Leser am Herzen liegt.

5. Denn, das weiß ja nun jeder, Ereignisse können nur dann als stattgefunden gelten, wenn sie in der Zeitung stehen. Wobei:

6. Es ist allerdings auch nicht auszuschließen, dass Nichtqualitäts-Leser nur deswegen auf schnelle Berichterstattung drängen, weil sie es einfach bloß in den Kommentarspalten nunja, kommentieren wollen. Ausdauernd.

7. Die Quintessenz ihrer Kommentare lautet übrigens immer „Lügenpresse!“.

von Prinzessinnenreporterin Elke Wittich

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Der Nichtqualitätsleser hat das Wort

Screen Shot 2015-10-04 at 7.21.36 PMAus erzieherischen Gründen haben wir Prinzessinnenreporter, die letzte Bastion vor den Horden der Finsternis, uns dazu entschlossen, künftig in unregelmäßigen Abständen auch Meinungen nicht zertifizierter Leser zu veröffentlichen.

Besonders viel Freude machte uns diese Woche folgende Zuschrift, deren Autor bitte bis morgen 100 mal schreibt

„Es gibt kein Grundrecht auf Leserbriefveröffentlichung“

Screen Shot 2016-01-08 at 2.52.08 AM

Ein wenig ratlos macht uns dagegen diese Zuschrift – wir sollten wohl mal mit unserem Tochterunternehmen Focus ein ernstes Wörtchen reden:

Screen Shot 2016-01-08 at 3.00.23 AM

Kurz und prägnant immerhin dieser Beitrag, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt:

Screen Shot 2016-01-08 at 2.58.54 AM

Zusammengestellt von Prinzessin Elke Wittich

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Dieser Eintrag wurde am 8. Januar 2016 veröffentlicht. 1 Kommentar

♕♕♕Die erste zertifizierte Qualitätsleserin♕♕♕

Es ist uns eine große Freude und Ehre, der ersten erfolgreichen Absolventin unseres Qualitätsleser-Zertifizierungskurses, Kerstin Probiesch (@kprobiesch), zu gratulieren. Wir überreichen hiermit huldvoll winkend die offizielle Auszeichnung für diesen Qualifikationsnachweis:

Wer sich zukünftig ebenfalls als zertifizierter Qualitätsleser bezeichnen dürfen will, möge seinen Lernerfolg ähnlich überzeugend in Form von Bildern oder 140 Zeichen inklusive des Hashtags #Qualitätsleser unter Beweis stellen.

PR Orden

 

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Zertifizierungskurs für Qualitätsleser

Heute: Einige einfache Benimmregeln 

von Svenna Freiherrin von Triebler

1. Bitte achten Sie auch über die Bekleidung hinaus (siehe Qualitätsleser-Zertifizierungskurs Teil 2) auf ein gepflegtes Erscheinungsbild. Sind Fingernägel und Ohren sauber? Sitzt die Frisur? Make-up bitte nur dezent verwenden.

2. Ihre Haltung sollte untertänigste Hochachtung ausdrücken – rumgefläzt wird nicht! Popeln, Rülpsen, Kratzen im Schritt etc. haben während des Besuchs der PR♕-Homepage zu unterbleiben.

3. Sollte eine gleichzeitige Nahrungsaufnahme absolut nicht zu vermeiden sein, halten Sie sich bitte an die in Ihrem Land gültigen Tischsitten. Und nicht vergessen: Mit vollem Mund kommentiert man nicht.

4. A propos Kommentare: Bitte befleißigen Sie sich dabei einer gewählten Sprache. Rumpöbeln können Sie in den Kommentarspalten der Altmedien, hier herrscht ein zivilisierter Umgangston. Vor Absenden eines Kommentars hat der geneigte Qualitätsleser eigenständig eine Prüfung der Orthographie vorzunehmen.

5. Auf der PR♕-Homepage gilt eine 0,8-Promillegrenze. Hauchen Sie zur Überprüfung bitte in die Kamera Ihres Endgeräts.

6. Bitte hinterlassen Sie die PR♕-Homepage so, wie Sie sie vorzufinden wünschen. Besondere Höflichkeit beweisen Sie, indem Sie vor dem Schließen des Tabs den Spendenbutton oben rechts auf der Seite verwenden.

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Dieser Eintrag wurde am 8. April 2015 veröffentlicht. 3 Kommentare

Fünf Tipps für künftige Qualitätsleser

Screen Shot 2015-04-07 at 3.05.05 PMEin Gastbeitrag von Benjamin Weissinger

 

Guter Journalismus fängt beim Leser an. Deshalb hat mir die Initiative der Prinzessinenreporter sofort eingeleuchtet. Da ich sowohl das Lesen als auch das Schreiben von der Pike auf gelernt habe, kann ich einige wertvolle Tipps geben, über die man allerdings ein bisschen nachdenken muss, denn das ist auch schon eines der grundlegenden Probleme der heutigen Mediengesellschaft: Niemand denkt mehr richtig nach. Ich werde zwar kurze Hinweise geben, in welche Richtungen gedacht werden muss, aber ich werde nichts vorkauen. Hier also meine fünf Punkte.

1. Frage nicht, was Du lesen willst. Frage, was Dich lesen will.

Hinweis: Sprache und Texte sind ein Spiegel unserer Zeit, in dem wir uns selbst wiedererkennen. Gute Texte/r finden uns, wenn wir durch diesen Spiegel hindurchschreiten, ohne es zu merken etc)

2. Stelle die falschen Fragen einfach, um in Antworten das Falsche richtig werden zu lassen.

Hinweis: Die Informationsflut ist heute unübersehbar, man muss filtern, um an das genießbare Nass heranzukommen. Wer nur die üblichen Segelrouten wählt, kommt nicht zu den Meerestiefen durch, in denen sich die wahren Schätze verbergen. Biege falsch ab, lass Dich treiben, geh auch mal unter! Doch nicht jede Untiefe hilft wirklich weiter. Wenn der Sauerstoff knapp wird, werdet ihr es erkennen. Aber das Auftauchen nicht vergessen. Das ist übrigens eine einzige große Metapher.

3. Erkenne das Spannungsfeld zwischen Wahrheit und Klarheit

Hinweis: Im Meinungsdickicht wirkt vieles beliebig, dann wieder lärmt die Apodiktik. Einfaches wird oft zu kompliziert, Vielschichtiges heruntergebrochen. Die Wahrheit verbirgt sich, ohne dass es sie überhaupt geben muss. Die Klarheit zeigt auf, kann aber auch täuschen. Genau im Zusammenspiel dieser beiden Faktoren entfaltet sich ein guter Text.

4. Spüre die Synergien von „On“ und „Off“ und wechsle die Geräte

Hinweis: Gute Texte entfalten sich oft nur dann, wenn sie in angemessenen Umgebungen gelesen werden. Das Unterbewusstsein spielt hier eine große Rolle. Niemand liest gerne in traurigen Löchern, in denen viele zu hausen haben. Ein Refugium kann die Natur oder ein besseres Restaurant sein, doch auch eine Hotelsuite sollte man sich ab und an leisten können. Genieße zudem die Vielfalt: Smartphone, Tablet, Ultrabook. Auf allen sehen Texte nicht nur anders aus, sie sehen Dich auch anders an! Selbst auf manchen Uhren kann man heute problemlos die Zeit lesen.* Dies alles zu besitzen ist mehr als nur angebrachter Luxus, es ist der Schlüssel zur Durchdringung.

5. Wenn etwas noch nicht richtig ausgereift ist: Vertraue darauf und investiere möglichst viel auf einmal

Hinweis: Man kann es gar nicht oft genug betonen: Der Onlinejournalismus ist kaputt. Wer etwas aufbaut, den durchfließt das Morgen. Schon der Weg ist ein Teil des Ziels. Deshalb ist gerade das Unfertige der Zug, auf den man heute aufspringen muss. Gleichzeitig lesen und zahlen verbindet sich hier zu einem zeitgemäßen Handeln.
*diese geistreich-doppeldeutige Verwendung des Wortes Zeit nennt man Bonmot

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Zertifizierungskurs für Qualitätsleser

Folge 2: Check your styling!

von Ramona Ambs

Um ein echter Qualitätsleser zu werden, ist es nicht nur wichtig, die Aufwärmübungen zu machen, sondern auch in einem ansprechenden Äußeren vor dem Bildschirm zu erscheinen. Der Onlinejournalismus hat ja unter anderem deshalb ein so schlechtes Image, weil sich Leser halbnackt oder in Jogginganzügen, vor den Bildschirmen lümmeln. Solche Leser mögen wir nicht.Sie haben nämlich die Kontrolle über ihr Leben und somit über ihr Leseverhalten verloren.

Ein Qualitätsleser achtet auf sein Erscheinungsbild. Wir erwarten ordentliche Kleidung mit mindestens einem rosa Accesoire. Hemden sollten sich komplett zuknöpfen lassen, Hosen in einem tadellosen Zustand sein und Kleider der Figur schmeicheln. Zu übertrieben sollte die Aufmachung jedoch auch nicht sein. Sie sollten nicht versuchen uns Prinzessinnen modisch zu übertrumpfen: Erstens würde es ihnen ohnehin nicht gelingen und zweitens machen Sie sich damit lächerlich. Lassen Sie das also.

Wichtig ist auch das passende Schuhwerk. Schuhe müssen rot sein. Wenn sie nicht rot sind, so müssen sie wenigstens elegant sein. Bedenken Sie, dass Schuhe die Basis sind für alles.Achten Sie darauf, dass alles farblich aufeinander abgestimmt ist. Sie drücken mit ihrem Styling eine Haltung aus. Und die Haltung gegenüber einem Qualitätsmedium wie dem unseren heißt: Respekt. Schließlich kleiden auch wir unsere Buchstaben in ansehnliche Zeilen und berichten nur über Hochwertiges. Passen Sie sich also unserem journalistischen Outfit an und Sie werden ihrem Ziel, ein echter Qualitätsleser zu werden, ein großes Stück näher kommen.

 

by Tiffany Terry, via Flickr

by Tiffany Terry, via Flickr

 

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Zertifizierungskurs für Qualitätsleser

Folge 1: Das Aufwärmtraining

von Marit Hofmann

PR♕-Reporter Kasimir zeigt eine Aufwärmübung

PR♕-Reporter Kasimir zeigt eine Aufwärmübung


Die Missverständnisse beginnen damit, dass unausgebildete Leser denken, sie könnten einfach so draufloslesen und mal eben von Spiegel online oder Chefkoch.de zu einem Qualitätsmedium wie Prinzessinnenreporter springen. So geht es nicht.
Im folgenden leiten wir dich an, wie du dich entsprechend einstimmst, bevor du die PR♕-Seite öffnest:

Schaffe eine gemütliche Atmosphäre, eliminiere Geräuschquellen wie Handwerker und quengelnde Vorgesetzte, und zünde eine Erdbeerduftkerze an. Leg dich in Rückenlage auf den Boden, und komm erst einmal ganz in deiner Rolle als Qualitätsleseranwärter an. Streck dich ganz lang aus, ziehe die Arme nach links, und halte den rechten Fuß dabei hoch (siehe Übungsfoto oben). Zähle bis 10. Wechsle nun die Seiten, zieh die Arme nach rechts, hebe den linken Fuß und verharre. Komm zurück in die entspannte Rückenlage, und spüre der Veränderung in dir nach. Lass nun alles los, was du in irgendwelchen Allerweltsmedien gelesen hast. Du brauchst es nicht mehr. Spüre deinen Atem, die Bauchdecke hebt sich, die Bauchdecke senkt sich. Atme die Idee von Prinzessinnenreporter ein, und atme alle negativen Presseenergien aus, schick sie fort.
Auch wenn du es kaum erwarten kannst, zügele deine Neugier. Stimme dich ein auf das sinnliche Erlebnis, das dich bei den Prinzessinnenreportern erwartet. Lass ein Licht vor deinem inneren Auge entstehen, und siehe, es ist rosa!

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Zertifizierungskurs Qualitätsleser

Betr.: Qualitätsjournalismus nur für Qualitätsleser

 

Eine wichtige Nachricht von Prinzessin Elke Wittich an die Untertanencrowd!

Aus aktuellem Anlass bieten die Prinzessinnenreporter einen innovativen mehrtätigen Lehrgang an, der Lesern die einmalige Möglichkeit bietet, sich zum Qualitätsleser fortzubilden und bei erfolgreichem Bestehen ein Zertifikat zu erhalten, das ihnen zunächst befristet für sechs Monate die Eignung bescheinigt, Qualitätsmedien zu konsumieren.

Das anspruchsvolle, aber auch abwechslungsreiche Kursprogramm enthält alles, was der moderne Qualitätsleser wissen muss, von einfachen Verhaltensregeln bis hin zu Anweisungen, welche Fehler im Umgang mit Redaktionen zu unterbleiben haben. Zusätzlich werden Grundlagen des Journalismus und des Lesens und der Höflichkeit gelehrt. Checklisten zum Erkennen allgemeiner unqualitativer Doofigkeit gehören selbstverständlich ebenfalls zum Kursprogramm.

An erfolgreiche Absolventen des Kurses werden im Rahmen einer kleinen Online-Feierstunde geschmackvoll gestaltete, nummerierte Zertifikate ausgegeben.

Nähere Einzelheiten zum Zertifizierungskurs Qualitätsleser wie der genaue Starttermin werden in den nächsten Tagen bekannt gegeben. Interessenten können sich bereits jetzt unverbindlich anmelden, indem sie auf Twitter einen Tweet mit den Hashtags #Prinzessinnenreporter und #IchwerdeQualitätsleser posten.

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